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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2019

 

Titel Demand for organic food in Switzerland
Autor Franziska Götze
Publikationsform Dissertation
Abstract The aim of this dissertation is to better understand the functioning of the organic food market in Switzerland. Over the last three decades the market for organic food in Switzerland has developed positively and continues to grow steadily. Understanding what drives and hinders consumption is crucial for those producing and marketing organic food as well as for agricultural policy makers.
This dissertation sheds light on the demand for organic food for the years 2006 to 2011 from different perspectives and identifies factors affecting purchase decisions. In the second chapter, product characteristics that are of importance to organic food consumers are identified. Accordingly, unprocessed products that have been produced in Switzerland have an advantage on the market. It is also shown that the price is an important criterion since consumers compare organic food with their conventional counterpart rather than with other organic alternatives.
The third chapter investigates the connection between culture and organic food consumption. This relationship was thus far addressed by comparing linguistic groups from different countries with one another. By comparing language groups of the same country within the framework of this dissertation, the influence of culture can be assessed more accurately than has been done in previous studies as large institutional differences do not apply. Some of the socio-demographic influencing factors that have already been identified in the past can be confirmed. The influence of culture is, however, the largest. Hence, a Röstigraben between German- and French-speaking Switzerland regarding organic food exists.
The final chapter of this dissertation explores the effect of income and prices on organic food consumption. Thereby, different approaches for the estimation of demand elasticities are compared. As demand elasticities are an important part of computable equilibrium models used to predict the impact of agricultural policies, the methodology for the elasticity estimation must be chosen with care. To investigate the influence of the methodological approach on the outcome of the elasticity estimation, five versions of the Almost Ideal Demand System (AIDS) are compared. The study reveals a shortcoming of the widely-used consistent two-step estimation of the quadratic AIDS (QUAIDS) model and the approach of Shonkwiler and Yen (1999): the non-fulfilment of the homogeneity of the elasticities. Hence, the two-step estimation procedure does not comply with the initially imposed conditions of demand theory. The non-fulfilment is addressed by reformulating the QUAIDS model. This refined model does not fully comply with the conditions of demand theory but is the so far best possible solution when the approach of Shonkwiler and Yen (1999) and the QUAIDS model are combined.
Zusammenfassung Das Ziel dieser Dissertation ist es, das Verständnis für den Schweizer Markt für BioLebensmittel zu verbessern. Über die letzten drei Jahrzehnte hat sich der Bio-Markt in der Schweiz sehr positiv entwickelt und wächst weiterhin kontinuierlich. Die Treiber und Hemmnisse in Bezug auf den Konsum zu kennen, ist sowohl für diejenigen, die Bio-Lebensmittel produzieren und vermarkten, als auch für agrarpolitische Entscheidungsträger erfolgsentscheidend.
Diese Dissertation betrachtet den Markt für Bio-Lebensmittel für den Zeitraum 2006 bis 2011 aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zeigt Faktoren auf, die die Kaufentscheidung beeinflussen. Im zweiten Kapitel werden Produktcharakteristika, die für die Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten von Bedeutung sind, identifiziert. Demnach haben unverarbeitete Produkte, die in der Schweiz produziert wurden, einen Vorteil auf dem Markt. Weiterhin kann aufgezeigt werden, dass der Preis ein wichtiges Entscheidungskriterium ist, da die Konsumentinnen und Konsumenten Bio-Lebensmittel eher mit der konventionell produzierten Alternative vergleichen als mit anderen Bio-Produkten.
Im dritten Kapitel wird der Zusammenhang zwischen der Kultur und dem BioKonsum untersucht. Bisher wurde dieser Zusammenhang untersucht, indem verschiedene Sprachgruppen aus unterschiedlichen Ländern miteinander verglichen wurden. Im Rahmen dieser Arbeit kann der Einfluss der Kultur durch den Vergleich verschiedener Sprachgruppen in ein und demselben Land präziser abgeschätzt werden als in bisherigen Studien, weil die institutionellen Rahmenbedingungen sehr ähnlich sind. Einige der soziodemografischen Einflussfaktoren, die bereits in früheren Studien untersucht wurden, können in der Analyse bestätigt werden. Den stärksten Einfluss hat jedoch die Kultur. Demnach existiert auch beim Bio-Konsum ein Röstigraben zwischen der Deutsch- und der französischsprachigen Schweiz.
Das letzte Kapitel dieser Dissertation untersucht den Einfluss von Einkommen und Preisen auf den Bio-Konsum. Dabei werden verschiedene Ansätze für die Schätzung von Nachfrageelastizitäten miteinander verglichen. Da Nachfragelastizitäten ein wichtiger Bestandteil von Gleichgewichtsmodellen sind und für die quantitative Abschätzung der Auswirkungen agrarpolitischer Massnahmen damit von grosser Bedeutung, sollte die Methode zur Schätzung der Elastizitäten mit Bedacht gewählt werden. Um den Einfluss der Methodenwahl auf das Ergebnis der Elastizitätenschätzung abzuschätzen, werden fünf Versionen des Almost Ideal Demand Systems (AIDS) verglichen. Die Studie deckt dabei eine Schwachstelle des weit verbreiteten zweistufigen Schätzverfahrens des quadratischen AIDS-Modells (QUAIDS) und der Methode von Shonkwiler und Yen (1999) auf: Die Nichteinhaltung der Homogenität der Elastizitäten. Dieses zweistufige Schätzverfahren erfüllt demnach nicht die eigentlich auferlegten Bedingungen der Nachfragetheorie. Die Nichteinhaltung der Homogenität wird im Rahmen dieser Arbeit durch die Neuformulierung des QUAIDS-Modells angegangen. Das neuformulierte Modell erfüllt die Bedingungen der Nachfragetheorie nicht vollständig, ist jedoch die bisher bestmögliche Lösung, wenn das QUAIDS-Modell mit der Methode von Shonkwiler und Yen (1999) kombiniert wird.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 20.08.2019