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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2018

 

Titel Post-harvest losses in Sub-Saharan Africa
measurement concepts and economic assessment of reduction strategies
Autor Nkoyo Etim Bassey
Publikationsform Dissertation
Abstract Post-harvest loss (PHL) is a major source of inefficiency in the agricultural value chain in Sub-Saharan Africa (SSA). It wastes productive resources, reduces economic agents' income, and aggravates the problem of insufficient consumption of adequate, nutritious and safe food. Addressing the problem of PHL therefore has to be an important part of any strategic approach for improving food security in the region. As a first step, the extent and nature of the problem has to be more precisely investigated, as differences in available estimates of PHL vary widely. On the policy level, interventions have traditionally focused on the adoption of technical solutions by farmers, which is primarily suited to address the quantitative loss aspect. However, to reduce the equally common losses through reduced quality, it is also relevant to understand to what extent buyers are willing to compensate farmers for the costs involved with adopting new technologies to supply crops of superior quality.
The objective of this thesis is to assess strategies for reducing PHL in SSA focusing on (i) measurement concepts of losses and the implication for reliable estimates (ii) analyzing the determinants, extent and economic benefits of technology use in PHL reduction and (iii) assessing marketers' (intermediary buyers) aversion to loss. The approaches applied in achieving the objective of this thesis involve a detailed methodological review of studies providing post-harvest loss estimates; empirical analysis of the use, determinants and economic benefits of advanced technology use in PHL reduction; and empirical assessment of marketers' aversion to loss. Each empirical analysis uses both descriptive and regression frameworks based on data from farmers and marketers obtained in 2015. The result on measurement approaches shows that problems associated with obtaining consistent PHL estimates for SSA include, insufficient micro-level assessments, different estimation methods, and varying temporal and spatial extrapolations applied in the estimation process. Results for the use of advanced PHL reduction technologies show that incentives are inadequate and that buyer power is crucial in the decision to use these technologies. The assessment of aversion to loss shows that marketers' aversion is more evident where grades and standards are clearly defined. The findings highlight the need for updated micro-level studies in order to obtain reliable and consistent estimates for the region, while addressing the institutional development of markets to make PHL reduction efforts profitable for economic agents in SSA.
Zusammenfassung Nachernteverluste sind eine der Hauptursachen für Ineffizienzen in der Agrar-Wertschöpfungskette in Subsahara-Afrika. Sie führen zur Verschwendung produktiver Ressourcen, Einkommensminderungen und verstärken das Problem unzureichenden Konsums von adäquaten und sicheren Lebensmitteln. Die Verringerung von Nachernteverlusten ist daher ein wichtiger Bestandteil jedes strategischen Ansatzes zur Verbesserung der Ernährungssicherheit in der Region. Hierzu ist ein verbessertes Verständnis der Art und des Umfangs des Problems erforderlich, zumal die vorhandenen Schätzungen von Nachernteverlusten stark variieren. Einschlägige Politikmaßnahmen basieren traditionell auf der Umsetzung technischer Lösungen mit dem Ziel, quantitative Verluste zu verringern. Allerdings geht mit dem quantitativen Verlust meist auch eine Qualitätsverringerung des Ernteguts einher. Um Verluste durch Qualitätsverringerung zu begrenzen, ist es daher wichtig, zu verstehen, inwiefern Käufer bereit sind, Landwirte für die Kosten zu kompensieren, die diesen durch die Verwendung neuer Technologien für die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte entstehen.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Strategien für die Verringerung von Nachernteverlusten in Subsahara-Afrika. Behandelt werden (i) Messverfahren für Verluste und deren Auswirkungen auf zuverlässige Schätzungen, (ii) die Analyse der Faktoren und das Ausmaß wirtschaftlicher Vorteile durch die Nutzung von Technologien für die Reduktion von Nachernteverlusten und (iii) die Untersuchung der Verlustaversion von Händlern (Zwischenkäufern). Die Herangehensweise umfasst einen detaillierten methodologischen Literaturüberblick einschließlich einer Zusammenstellung von Schätzungen für Nachernteverluste. Darauf aufbauend folgt eine empirische Analyse der Nutzung, Determinanten und wirtschaftlichen Vorteile fortgeschrittener Technologien zur Reduktion von Nachernteverlusten, ebenso wie eine empirische Untersuchung der Verlustaversion von Händlern. Jede der empirischen Untersuchungen ist auf deskriptiven und Regressionsmethoden aufgebaut und nutzt Umfrageergebnisse unter Landwirten und Händlern aus dem Jahr 2015. Die Ergebnisse bei den Messverfahren zeigen Probleme bei der Beschaffung konsistenter Nachernteverlustschätzungen auf, d.h. unzureichende Untersuchungen auf der Mikro-Ebene, Unterschiede zwischen Schätzverfahren sowie variierende zeitliche und räumliche Hochrechnungsmethoden in den Schätzverfahren. Die Untersuchung der Anwendung fortschrittlicher Technologien zur Verlustminderung zeigt, dass vorhandene Anreize unzulänglich sind und die Marktmacht der Käufer ausschlaggebend für die Entscheidung ist, diese Technologien seitens der Landwirte anzuwenden. Eine Abneigung der Händler gegen Verluste wird vor allem dann deutlich, wenn klar definierte Standards und Güteklassen angeboten werden. Die Erkenntnisse unterstreichen den Bedarf an aktuellen Studien auf der Mikro-Ebene, um zuverlässige und konsistente Schätzungen für die Region zu erhalten. Gleichzeitig wird die Wichtigkeit einer institutionellen Weiterentwicklung der regionalen Märkte deutlich, um die Rentabilität der Verringerung von Nachernteverlusten für die Marktteilnehmer in Subsahara-Afrika zu verbessern.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 27.11.2018