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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2017

 

Titel The Hydraulic System of Uxul
Origins, functions, and social setting
Autor Nicolaus Paul Seefeld
Publikationsform Dissertation
Abstract Since the inception of Maya studies, the issue of water supply in the Maya polities of the Central Lowlands during the Classic Period has been a matter of controversial debate. Due to the annually recurring dry seasons (February to May), the availability of water during this period is and has always been problematic. In the light of these conditions, the fact that the pre-Hispanic Maya were able to establish, developed and maintain prosperous urban centers over long periods is hard to explain.
In order to close this essential research gap, the author carried out an extensive and intensive dissertation project, which was determined to understand the water management strategies of the Maya in pre-Hispanic times. In the first step, these investigations started out by determining the factors causing temporal water scarcity and regional variations in water-availability within the landscape of the Maya Lowlands. Building on this, the study focused on the assessment of the different types, technical layout, functionality and geographic distribution of hydraulic features that the pre-Hispanic Maya developed in order to allow a constant water supply for their settlements. These basic realizations were used for an encompassing investigation of the hydraulic system of Uxul (Campeche, Mexico).
Between 2009 and 2015, the author had the opportunity to participate in the Uxul Archaeological Project (University of Bonn). In the course of several field seasons, the author carried out extensive topographic surveys and archaeological investigations of hydraulic features. The acquired field data was used to analyze the function and the development of Uxul’s hydraulic system and its integration into the local landscape, the urban infrastructure and the different residential areas of the settlement. As many open research questions could be addressed and studied in Uxul, the hydraulic system of Uxul acted as a central point of reference for the evaluation of the sociopolitical relevance of water management in the Maya Lowlands.
In conclusion, the sociopolitical inferences drawn from the investigation of Uxul’s hydraulic system were compared with the results from the entire Maya Lowland. These analyses were used for a general assessment of the sociopolitical relevance of water management in Late Classic Maya society.
Zusammenfassung Seit Beginn der Erforschung der Mayakultur ist die Problematik der Wasserversorgung von Mayasiedlungen des zentralen Tieflands während der Klassik Gegenstand einer kontroversen Diskussion. Obwohl das Großteil des Mayagebiets hohe jährliche Niederschlagsmengen aufweist, ist die Verfügbarkeit von Wasser während der saisonalen Trockenzeiten (Februar bis Mai), zu allen Zeiten problematisch gewesen. Die Frage, wie es die vorspanischen Maya trotz dieser Einschränkungen geschafft hatten prosperierende urbane Zentren zu gründen, auszubauen und über erstaunlich lange Zeiträume hinweg aufrechtzuerhalten konnte bisher nicht zufriedenstellend geklärt werden.
Um diese wichtige Forschungslücke zu schließen, bestand das Ziel des Dissertationsprojektes darin, die Wasserversorgungsstrategien der vorspanischen Maya nachzuvollziehen. Deshalb fokussiert sich die Studie zunächst darauf die kausalen Ursachen für die saisonale Wasserknappheit zu bestimmen und die regionalen Unterschiede in der Verfügbarkeit von Wasser im Mayatiefland herauszuarbeiten. Darauf aufbauend konzentriert sich die Dissertation auf die Formen, den technischen Aufbau, die Funktion und die geografische Verbreitung der unterschiedlichen hydraulischen Anlagen, welche die vorspanischen Maya entwickelt hatten um eine konstante Wasserversorgung ihrer Siedlungen zu gewährleisten. Diese grundsätzlichen Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für die differenzierte Untersuchung und Bewertung des hydraulischen Systems von Uxul (Campeche, Mexiko).
Zwischen 2009 und 2015 hatte der Autor die Möglichkeit eigene Feldforschungen im Rahmen des Archäologischen Projekt Uxul (Universität Bonn) durchzuführen. Im Laufe mehrerer Feldkampagnen wurden hierbei zahlreiche hydraulische Anlagen archäologisch untersucht. Die gewonnenen Daten wurden genutzt um die Funktion und Entwicklung des hydraulischen Systems zu analysieren und seine Einbettung in die lokale Siedlungslandschaft, die urbane Infrastruktur und die unterschiedlichen Siedlungsbereiche nachzuvollziehen. Da in Uxul viele zuvor ungeklärte Forschungsfragen exemplarisch untersucht werden konnten, diente das hydraulische System von Uxul in Folge als zentraler Bezugspunkt für die Bewertung der soziopolitischen Bedeutung von Wassermanagement im Mayatiefland.
Aufbauend darauf wurden die Daten aus Uxul mit den zuvor bekannten Erkenntnissen aus dem gesamten Mayatiefland verglichen und systematisiert. Diese Untersuchungen ermöglichten eine differenzierte komparative Betrachtung der soziopolitischen Bedeutung von Wassermanagement in der vorspanischen Mayagesellschaft.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 26.04.2017