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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2016

 

Titel Die Fachzeitschrift Natur und Landschaft in den Jahren 1920 bis 2010
eine Inhaltsanalyse zur Ableitung von Naturschutztrends in Deutschland
Autor Alexandra Schultz
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Seit seiner Begründung im 19. Jahrhundert hat sich der Naturschutz in Deutschland von einem Anliegen des naturinteressierten Bildungsbürgertums zu einem gesellschaftlichen und politischen Handlungsfeld mit globaler Tragweite entwickelt. Auch inhaltlich hat sich der Naturschutz gewandelt. Ausgehend von einem ästhetisch motivierten und konservierenden Schutzansatz, wurde der Naturschutz zunächst um eine gestalterische und soziale Komponente erweitert, bei dem die Nutzung der Natur im Vordergrund steht. Seit den 1970er Jahren bezieht der Naturschutz seine Informationen und Begründungen vornehmlich aus den Naturwissenschaften. Auf diese Weise kann Naturschutz zwar systematischer und wissenschaftlicher betrieben werden, durch die Abkehr von emotionalen Argumentationsmustern hat der Naturschutz jedoch auch mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie sich Naturschutz im vergangenen Jahrhundert inhaltlich entwickelt hat und welche Themen dabei im Mittelpunkt standen. Als Untersuchungsobjekt dient die Zeitschrift Natur und Landschaft. Sie ist die älteste Naturschutzfachzeitschrift im deutschsprachigen Raum und erscheint seit ihrer Gründung im Jahr 1920 mit einer kleinen Unterbrechung bis heute regelmäßig. Im Rahmen der Arbeit wird eine Inhaltsanalyse aller Ausgaben von 1920 bis einschließlich 2010 durchgeführt, bei der sowohl inhaltliche als auch formale Merkmale erhoben werden. Die Untersuchung erlaubt es, die Entwicklung der Zeitschrift sowie die Themenauswahl der Fachartikel im Zeitverlauf nachzuzeichnen und eventuell vorhandene Brüche und Kontinuitäten sowie Trends aufzudecken.
Aus der Untersuchung geht hervor, dass sich Natur und Landschaft seit seiner Gründung von einer Hobby-Zeitschrift zu einer vielbeachteten Fachzeitschrift entwickelt hat. Sie ist im Verlauf der Zeit umfangreicher und insgesamt wissenschaftlicher geworden. Es zeigt sich außerdem, dass es einige wenige Themen sind, die immer wieder in den Fachartikeln behandelt werden. Darüber hinaus werden einige Themen über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg regelmäßig behandelt, während andere Themen nur temporär oder zyklisch auftauchen. Vor diesem Zusammenhang wird auch der Frage nachgegangen, ob die verschiedenen Schriftleiter der Zeitschrift Einfluss auf die Themenstruktur genommen haben. Als Abschluss der Arbeit werden fünf zentrale Trends formuliert, die Aussagen über die inhaltliche und formale Entwicklung des Naturschutzes in Deutschland zulassen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 15.06.2016