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Landwirtschaftlichen Fakultät - Jahrgang 2016

 

Titel Public Services, Social Protection, and Poverty
Evidence from Indonesia
Autor Rythia Afkar
Publikationsform Dissertation
Abstract Although global poverty reduction strategies have achieved some positive results, 1.2 billion people still live in extreme poverty. Two principal strategies are commonly used to tackle poverty: the provision of public services and social protection programs. This dissertation explores the links between the two strategies and poverty reduction in Indonesia. The study starts by exploring the persistence of poverty in rural Indonesia. Using panel data of household and community surveys, the study found evidence of state dependence of poverty, that is, the likelihood of being poor is significantly associated with poverty status in the previous period. Therefore, policies aimed at lifting the poor out of poverty may not only reduce current poverty rates but might also boost long-term growth. The results also suggest the importance of public services and community infrastructures in determining household poverty status. Secondly, this dissertation analyzes the impact of decentralized public spending on education on educational outcomes. Using a panel dataset of Indonesian districts from 2001-2012, combining household surveys, village censuses, and district fiscal data, the analysis reveals that decentralized public spending on education by local governments has a negligible impact on education outcomes across income distribution, including the poor. The results suggest that improving the quality of public spending on education is essential for better outcomes of decentralized public service delivery. Thirdly, this research highlights the roles of social protection programs in response to rising food prices. Social protection helps poor households maintain their food and nutrition security, especially during crises. This study evaluates the synergy impacts of two main social protection programs in Indonesia – Conditional Cash Transfer (CCT) and Subsidized Rice Program (Raskin) – on food and nutrition security. The analysis reveals that CCT had a much greater impact on food and nutrition security for existing Raskin recipients. The study also found that providing both CCT and Raskin may not always yield better outcomes than providing only CCT. The study suggests to consider the importance of reformulating these overlapping programs, especially because Raskin consumes more than half of the social protection budget.
Zusammenfassung Obwohl die globalen Armutsbekämpfungsstrategien einige positive Ergebnisse erzielt haben, leben 1,2 Milliarden Menschen noch immer in extremer Armut. Zwei Hauptstrategien werden häufig verwendet, um Armut zu bekämpfen: die Bereitstellung von öffentlichen Diensten und Sozialschutzprogramme. Diese Dissertation untersucht die Beziehung zwischen den beiden Strategien einerseits und der Verringerung der Armut in Indonesien andererseits. Die Studie beginnt mit der Untersuchung der Persistenz der Armut im ländlichen Indonesien. Durch Paneldatenanalyse von Haushalts- und Community-Befragungen fand die Studie Anzeichen für eine Statusabhängigkeit der Armut, das heißt, die Wahrscheinlichkeit, arm zu sein, ist signifikant assoziiert mit dem Armutsstatus in der Vorperiode. Daher könnten Strategien zur Befreiung der Armen aus der Armut nicht nur aktuelle Armutsquoten reduzieren, sondern auch das langfristige Wachstum steigern. Des Weiteren legen unsere Ergebnisse die Bedeutsamkeit von öffentlichen Dienstleistungen und den Infrastrukturen der Gemeinden für die Bestimmung des Armutsstatus nahe. Zweitens analysiert diese Dissertation die Auswirkungen dezentraler öffentlicher Ausgaben für Bildung auf die Bildungsergebnisse. Mit Hilfe eines Paneldatensatzes zur Situation der indonesische Bezirke von 2001-2012, der Haushaltsbefragungen, Zensusdaten auf Ebene der Dörfer und Haushaltsdaten von Bezirken kombinierte, zeigt die Analyse, dass die dezentralen öffentlichen Bildungsausgaben der lokalen Regierungen einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Bildungsergebnisse in der Einkommensverteilung, einschließlich der Armen, haben. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Verbesserung der Qualität der öffentlichen Ausgaben für Bildung essentiell ist, um durch die dezentrale Erbringung öffentlicher Dienstleistungen bessere Ergebnisse zu erreichen. Drittens hebt diese Forschung die Rolle der Sozialschutzprogramme als Reaktion auf steigende Lebensmittelpreise hervor. Sozialschutz hilft armen Haushalten, ihre Ernährungsund Nahrungssicherheit zu erhalten, vor allem in Krisenzeiten. Diese Studie bewertet die Synergiewirkungen von zwei Sozialschutzprogramme in Indonesien – dem Conditional Cash Transfer (CCT) und dem subventionierten Reisprogramm (Raskin) – auf die Ernährungs- und Nahrungssicherheit. Wir fanden, dass CCT einen viel größeren Einfluss auf die Ernährungs- und Nahrungssicherheit für bestehende Raskin-Empfänger hatte. Außerdem stellten wir fest, dass die gleichzeitige Unterstützung durch CCT und Raskin nicht immer zu besseren Ergebnissen führt als die alleinige Bereitstellung von CCT. Die Studie legt nahe, diese überlappenden Programme neu zu formulieren vor allem, da Raskin mehr als die Hälfte des Sozialschutzbudgets verbraucht.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 25.04.2016