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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2016

 

Titel Assessing the Role of Trade and Reserve Cooperation in the Food Price Dynamics: Indonesia in the Regional and Global Economic Architecture
Autor Irfan Mujahid
Publikationsform Dissertation
Abstract The dissertation discusses the potential roles of trade and food reserve cooperation among countries in pursuing more stable food prices, with a special focus on Indonesia. The study starts by analyzing food price movements in Indonesia and proposes a new approach in detecting food price crisis in the country. Using monthly retail rice prices from the 25 major markets in Indonesia, the key markets whose price movements can help to forecast price movements in all other markets are identified using granger-causality tests that are conducted under the vector error correction model framework. The relevance of monitoring the key markets in detecting price crisis is tested using Probit and Poisson models. The study found that albeit not all of alert phases lead to crises, monitoring the key markets can help to forecast price movements in all markets across the country.
The dissertation continues by reviewing the role of the Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) cooperation in stabilizing food prices. The study found that reserve-based price stabilization policy has been an integral part of the development agenda of countries in Southeast Asia for decades and contributed to price stability which is associated with economic successes in the region. However, the operational cost for such policy is high and may result in economic inefficiency. Simulation shows that regional cooperation through risk sharing can significantly reduce the required stocks which will definitely reduce the costs of holding them. When transportation cost is considered due to decentralized storage in different countries, the study found that participating countries are still benefited from the cooperation.
Further, the dissertation investigates the role of the World Trade Organization (WTO) and Regional Trade Agreements (RTAs) in enhancing food trade at the global and regional market. The study employs the gravity model of international trade that is developed in a large panel data setting, which consists nearly all countries in the world. Empirical results suggest that the WTO and RTAs indeed have enhanced trade among the members, but not yet on the food sector. Only RTAs are found to have increased food trade among their member countries, whereas no evidence can be found that the WTO has also enhanced food trade among the members. Nevertheless, the study found that the WTO has promoted trade as well as food trade of the developing countries more than of the developed ones.
Zusammenfassung Diese Dissertation diskutiert die möglichen Rollen von Handel und der Kooperation bei Nahrungsmittelreserven zwischen Staaten, mit dem Ziel die Nahrungsmittelpreise zu stabilisieren. Dabei liegt ein spezieller Fokus auf Indonesien. Diese Studie analysiert zunächst die Bewegungen von Nahrungsmittelpreisen in Indonesien und schlägt einen neuen Ansatz vor, um Nahrungsmittelpreiskrisen in dem Land frühzeitig zu erkennen. Für die Analyse werden monatliche Daten von Einzelhandelspreisen der 25 größten Märkte in Indonesien verwendet. Anhand der Daten von den wichtigsten Märkten können Preisbewegungen in allen anderen Märkten vorher gesagt werden. Dafür werden Granger Causality Tests in einem Vector Error Correction Model (VECM) durchgeführt. Die Relevanz der wichtigsten Märkte für die Erkennung von Preiskrisen wird durch Probit- und Poisson-Modelle getestet. Diese Studie kommt zu dem Resultat, dass, obwohl nicht jede Warnung zu einer Preiskrise geführt hat, die Überwachung der wichtigsten Märkte sehr wohl dabei helfen kann die Preisbewegungen in allen Märkten des Landes zu beobachten.
Die Dissertation setzt durch die Überprüfung der Rolle der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) die Zusammenarbeit bei der Stabilisierung der Lebensmittelpreise. Die Studie fand heraus, dass Preisstabilisierungsstrategien basierend auf Nahrungsmittelreserven sind schon seit Dekaden wichtige Säulen in der Entwicklungsagenda Südostasiatischer Staaten und tragen zur Preisstabilität und damit auch zu der ökonomischen Entwicklung in der Region bei. Jedoch sind die operativen Kosten dieser Strategie sehr hoch und es können ökonomische Ineffizienzen entstehen. Simulationen zeigen, dass das Teilen von Risiken durch regionale Kooperationen signifikant die im Notfall benötigten Lagermengen reduzieren kann und damit auch die Lagerhaltungskosten senkt. Selbst wenn die Transportkosten durch dezentrale Lagerhaltung in den jeweiligen Ländern hinzu gezogen werden, profitieren teilnehmende Staaten.
Zudem untersucht diese Dissertation die Rolle die World Trade Organization (WTO) und Regional Trade Agreements (RTAs) bei der Verbesserung von Nahrungsmittelhandel auf dem globalen und regionalen Markt. Diese Studie bedient sich dabei an einem Gravitätsmodell für internationalen Handel und analysiert. Das Modell wurde anhand eines umfangreichen Panel Datensatzes erstellt, der nahezu sämtliche Staaten der Welt umfasst. Die empirischen Ergebnisse legen nahe, dass die WTO und RTAs durchaus einen handelsverstärkenden Effekt zwischen den jeweiligen Mitgliedern haben, was jedoch noch nicht für den Nahrungsmittelsektor gilt. Nur die RTAs erhöhen den Nahrungsmittelhandel zwischen ihren Mitgliedern. Für die WTO konnten diese Ergebnisse nicht bestätigt werden. Nichtsdestotrotz, diese Studie zeigt dass die WTO sowohl den Handel als auch den Nahrungsmittelhandel in Entwicklungsländer stärker fördert als in entwickelten Ländern.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 25.04.2016