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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2016

 

Titel Studien zum zeichnerischen Werk Hermann Weyers
Autor Christine Wolff
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Von Hermann Weyer, der 1596 in Coburg getauft wurde, gibt es eine Vielzahl bemerkenswerter, oft doppelseitiger Blätter, die hier erstmals in einem Katalog zusammengestellt und diskutiert werden. Die biographischen Daten bleiben jedoch nach wie vor lückenhaft. Nach einer zeichnerischen Ausbildung durch seinen Vater Hans Weyer d. Ä. kann in der Mitte der 1610er Jahre ein Aufenthalt in den nördlichen Niederlanden als gesichert gelten, dessen Dauer unbekannt ist. Anhand verschiedener Zeichnungen kann jedoch belegt werden, dass Weyer längere Zeit im direkten Umfeld von Abraham Bloemaert tätig gewesen sein muss. Neben eigenständigen Bilderfindungen verdankt Weyer einen Großteil seiner Darstellungen druckgraphischen Vorbildern. Neben Künstlern wie Jost Amman, Barthel Beham und Georg Pencz sind es vor allem die Reproduktionsstiche der Haarlemer Manieristen um Hendrick Goltzius, Jacob Matham und Jan Muller, die er als Anregung nutzt und oft frei interpretiert.
In Weyers zeichnerischem Werk ist eine Entwicklung vom noch unseren Zeichenschüler zum souveränen Künstler festzustellen, die er innerhalb von nur etwa 10 Jahren durchläuft. Einige Blätter sind datiert, die meisten weisen kein Entstehungsdatum auf, lassen sich jedoch aufgrund der gut nachvollziehbaren Entwicklung in eine ungefähre chronologische Reihenfolge bringen. Gerade zu den späteren, sehr expressiven und überaus malerisch ausgeführten Blättern gibt es kaum Vergleichbares in der Zeichenkunst jener Zeit. Die letzte datierte Zeichnung stammt aus dem Jahre 1619, danach verliert sich Weyers Spur. Denkbare weitere Tätigkeitsfelder nach diesem Jahr werden in der Arbeit als Diskussionsgrundlage aufgezeigt. Neben der Chronologie werden auch technische sowie ikonographische Aspekte und Besonderheiten des Zeichners untersucht.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 12.04.2016