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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2016

 

Titel Wahrnehmung und Darstellung von Wirklichkeit in der Krise
Exemplarische Analysen zu Realismuskonzepten vonÉdouard Manet und Edgar Degas
Autor Cornelia Schuon
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Das komplexe und widersprüchliche Realismuskonzept im Werk von Edouard Manet und Edgar Degas wird anhand zweier Fallbeispiele untersucht: Manets umstrittenes „Akt“- Gemälde der Olympia und Degas` Skulptur Kleine Tänzerin von Vierzehn Jahren. Die einzigartige Erscheinung der Wachsfigurine von Degas bringt durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien eine Fusion aus Kunst, Geschichte, Wissenschaft und populärer Kultur zur Darstellung. Vor den soziohistorischen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts interpretiere ich den paradoxen Realismus der Fallbeispiele als kunsthistorische Stellungnahmen zur damaligen Krise der Wirklichkeitswahrnehmung und -darstellung in der fortschrittlichen Kunst des 19. Jahrhunderts, welche die Historische Moderne einleitet.
Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, dass Manets und Degas´ Fallbeispiele als „Ästhetisierungen von Realitätsfragmenten“ Entsprechungen in der veränderten Wahrnehmung des 19. Jahrhunderts finden. Die Erfahrung von Wirklichkeit wurde als komplex und subjektiv erkannt, was die Unmöglichkeit einer objektiven Sicht betont. Die Fallbeispiele können hier das Oxymoron Realismus entlarven. Sie bestätigen, dass die flüchtige, unbeständige Lebenswirklichkeit - die damals mit der beschleunigten und die Sinne überreizenden Großstadtwahrnehmung verbunden wurde - nicht als künstlerische Umsetzung abbildbar ist, im Kunstwerk jedoch erfahrbar gemacht werden kann.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 20.05.2016