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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Auf dem Weg zum Territorium
Verwaltungsgefüge und Amtsträger der Grafschaft Berg 1225–1380
Autor Albrecht Brendler
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Das Herrschaftsgebiet der Grafen (ab 1380: Herzöge) von Berg zeichnete sich innerhalb der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Territorialwelt am Niederrhein durch seine besondere Geschlossenheit aus. Die Dissertation untersucht die Entstehung des bergischen Territoriums zwischen Ruhr und Sieg aus primär verwaltungsgeschichtlicher Perspektive. Der behandelte Zeitraum umfasst die gut anderthalb Jahrhunderte zwischen dem Herrschaftsantritt des Hauses Limburg im Jahr 1225 und der Erhebung der Grafschaft Berg zum Herzogtum (1380) unter der seit 1348 regierenden Jülicher Dynastie. In dieser Periode erfolgten entscheidende Entwicklungsschritte hin zu einer flächenbezogenen Herrschaft. Sie sind namentlich verbunden mit der Einrichtung eines auf dem Amtsprinzip beruhenden Verwaltungsapparates und der zeitlich daran anschließenden Schaffung flächenhaft umgrenzter Amtssprengel, der Ämter.
Die Analyse der Ämterbildung in der Grafschaft Berg stellt ein Kernstück der Arbeit dar, wobei jedem einzelnen der bis 1380 nachweisbaren Amtsbezirke eine ausführliche historisch-genetische Beschreibung gewidmet ist. Ein Spezifikum des bergischen Verwaltungsgefüges im Spätmittelalter ist die Existenz eines stabilen Ämterblocks, bestehend aus den in einem Schlüsseldokument des Jahres 1363 aufgeführten acht Altämtern. Um diese herum gruppierten sich anders strukturierte Landesteile, in denen teilweise noch personale Herrschaftsbindungen der konsequenten Durchsetzung des Flächengedankens entgegenstanden. Als Fundament der Ämtereinteilung erweist sich durchweg die Gerichtsorganisation.
Einen zweiten inhaltlichen Schwerpunkt bildet die biographisch-personengeschichtliche Untersuchung von insgesamt 76 bergischen Amtsträgern. Die führende Schicht der bergischen Funktionsträger, sei es am Hofe oder an der Spitze der Amtsbezirke, erscheint im Zeitraum zwischen 1225 und 1380 als ausgesprochen homogene Personengruppe, die durch Heiratsverbindungen ihren Zusammenhalt festigte. Sie rekrutierte sich fast ausschließlich aus der Ministerialität der Grafen von Berg und formierte sich im Lauf des 14. Jahrhunderts auf geburtsständischer Grundlage zur bergischen Ritterschaft.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 28.12.2015