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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Höhergradige Mehrlingsschwangerschaften: Untersuchung zum Outcome nach Mehrlingsreduktion unter besonderer Berücksichtigung der Chorionizität
Autor Judith Sarah Abel
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Einleitung: Durch den Einsatz von reproduktionsmedizinischen Verfahren ist die Inzidenz von Mehrlingsschwangerschaften in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen. Mehrlingsschwangerschaften gelten generell als Risikoschwangerschaften und gehen mit einer erhöhten maternalen sowie fetalen Mortaliät und Morbidität einher. Ziel dieser Arbeit ist es, das Outcome höhergradiger Mehrlingschwangerschaften unter Berücksichtigung von möglicher Mehrlingsreduktion (MFPR) sowie dem Einfluss der Chorionizität zu untersuchen.
Methode: Es handelt sich um eine retrospektive Analyse prospektiv erhobener Daten zu 157 Drillings- sowie 59 höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften (Vier- bis Neunlinge), die zwischen der 10. und 14. SSW rekrutiert wurden und im Zeitraum vom 1.1.1999 und dem 6.2.2013 am Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Bereich Pränatale Medizin der Universität Bonn vorstellig waren. Alle Patientinnen erhielten eine detaillierte Ersttrimesterdiagnostik und wurden interdisziplinär zur Frage höhergradiger Mehrlinge und dem Frühgeburtsrisiko unter Heranziehung von Neonatologen und Psychologen beraten.
Ergebnisse: Wir fanden bei Drillingsschwangerschaften zwischen der MFPR- und der expektativen Gruppe keinen signifikanten Unterschied in Hinblick auf die Abortrate. Ein signifikant besseres Outcome erzielten die reduzierten Schwangerschaften in Hinblick auf die Verringerung der Frühgeburtlichkeit und die Zunahme der Geburtsgewichte. Unsere Ergebnisse bestätigen die besondere Gefährdung von Drillingsschwangerschaften mit monochorialer Komponente.
Schlussfolgerung: Gestationsalter und Geburtsgewicht haben maßgeblichen Einfluss auf die perinatale Mortalität und Morbidität, daher trägt die Mehrlingsreduktion folglich zu einer deutlich verbesserten neonatalen Prognose der verbliebenen Kinder bei. Vorrangiges Ziel sollte es jedoch sein, das Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften durch Restriktionen in der Reproduktionsmedizin zu vermeiden. Es liegt in den Händen der Ärzte, einen verantwortungsvollen Umgang mit den reproduktionsmedizinischen Maßnahmen sowie den pränatalmedizinischen Möglichkeiten umzusetzen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 19.11.2015