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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Dynamische Real-time 3D-echokardiographische Mitralringanalyse mittels Speckle Tracking bei Patienten mit hochgradiger Mitralinsuffizienz
Ein Vergleich unterschiedlicher Pathologiegruppen
Autor Manuel Clemens Klingler
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die Mitralklappeninsuffizienz ist ein häufiges, in schweren Fällen operationsbedürftiges Herzklappenvitium. Unterschiedliche Ursachen sind dabei strukturell, funktionell und klinisch voneinander abgrenzbar. Im Hinblick auf die Therapieplanung ist eine ätiologische Einordnung wichtig. Der diagnostische Goldstandard zur Beurteilung ist die Echokardiographie.
Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende dynamische Analyse des Mitralklappenapparates mit neuen Speckle Tracking-Verfahren bei chronischer, hochgradiger Mitralinsuffizienz (MI) unter Einbeziehung von Patienten mit degenerativ bedingter MI bei M. Barlow und Fibroelastischer Defizienz (FED), die funktionell ischämische MI sowie die funktionelle MI bei dilatativer Kardiomyopathie.
Patienten mit M. Barlow zeigen im Vergleich die stärkste Mitralannulus-Dilatation. Damit ist auch eine Unterscheidung beider Formen der degenerativ bedingten MI anhand der Mitralannulus-Fläche möglich. Die physiologische Ellipsenform, Sattelform und Länge des Mitralannulus sind während der Systole eng korrelierende Faktoren, die bei allen Patienten mit hochgradiger MitraIinsuffizienz in gleicher Weise pathologisch verändert sind. Neben der linksventrikulären systolischen Myokardfunktion, die mit den Parametern der gesamtsystolischen Flächenkontraktion, der maximalen longitudinalen Bewegung und Geschwindigkeit des Mitralannulus korreliert, spielt auch die Größendimension eine Rolle für den kompetenten Mitralklappenschluss. Während bei den Patienten mit funktionell bedingter Mitralinsuffizienz insbesondere die reduzierte Kontraktilität Einfluss auf die Klappeninsuffizienz hat, steht bei den Patienten mit degenerativer Mitralinsuffizienz die ausgeprägte Dilatation des Mitralannulus im Vordergrund des Pathomechanismus. Im Rahmen einer Mitralklappenrekonstruktion mit Implantation eines kompletten Ringsystems kann über alle untersuchten Subklassifikationen der Mitralannulus verkürzt, die Sattelform gestärkt und die Ellipsenform verbessert werden. Die Flächenpulsatilität wird ebenfalls verbessert. Eine verzögerte Beschleunigung des Mitralannulus kann im Rahmen der restriktiven Annuloplastie und damit verbundenen deutlichen Verkleinerung der enddiastolischen Fläche rückgängig gemacht werden und ermöglicht eine frühere Flächenkontraktion des Mitralannulus, die essentiell für einen kompetenten Mitralklappenschluss ist.
Mit verschiedenen Speckle Tracking-Methoden können Unterschiede der Mitralannulus-Dynamik bei den wichtigsten ätiologischen Entitäten einer hochgradigen Mitralinsuffizienz aufgezeigt werden. Die benutzten Prototypen der Software zur alleinigen Anwendung bei transthorakalen 3D-Untersuchungen sind für einen Routineeinsatz derzeit noch zu zeitaufwendig, führen aber bei exzellenter Bildqualität zu reproduzierbaren Befunden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 24.11.2015