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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Die Bedeutung von Motivation und Politischen Fertigkeiten von ehrenamtlichen RecruiterInnen in Mitgliederorganisationen
Eine prädiktive Studie an Mitgliedern einer Industriegewerkschaft
Autor Katharina Sarah Oerder
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Mitgliederorganisationen wie Parteien, Vereine und Verbände sind Grundpfeiler westlicher Demokratien. Die Anzahl ihrer Mitglieder und damit ihre gesellschaftliche Verankerung geht jedoch seit Jahren immer weiter zurück. Die Anwerbung neuer Mitglieder ist deshalb eine zentrale Aufgabe. Die vorliegende Untersuchung wirft einen psychologischen Blick auf die Mitgliederwerbung der Organisationen und stellt dabei ehrenamtliche RecruiterInnen in den Mittelpunkt. Basierend auf Erkenntnissen aus der Recruiting-Forschung sowie interdisziplinären Ansätzen zu Freiwilligenarbeit und Mitgliederorganisationen wird ein psychologisches Modell der Mitgliederwerbung entwickelt und getestet. In Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) konnten in einer prädiktiven Studie die Selbstauskünfte von über 1 000 ehrenamtlichen RecruiterInnen mit ihren tatsächlichen Recruiting-Erfolgen in zwei aufeinander folgenden Jahren in Beziehung gesetzt werden. Das Zusammenspiel von Motivation, Politischen Fertigkeiten und Verhaltensintensität soll den tatsächlichen Recruiting-Erfolg von Personen vorhersagen. Der Recruiting-Erfolg wurde anhand objektiver Daten der IG BCE ermittelt. Die Ergebnisse bestätigen eine partielle Mediation von Motivation zur Mitgliederwerbung auf Recruiting-Erfolg über Verhaltensintensität. Der direkte Pfad zwischen Motivation und Recruiting-Erfolg wird zusätzlich durch Politische Fertigkeiten moderiert, so dass RecruiterInnen mit hohen Politischen Fertigkeiten einen engeren Zusammenhang zwischen Motivation und Recruiting-Erfolg aufweisen. Die postulierte Second-Stage-Moderation von Politischen Fertigkeiten auf den Zusammenhang von Verhaltensintensität und Recruiting-Erfolg kann nicht bestätigt werden. Betriebliche, organisatorische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zeigen keinen Einfluss auf den Recruiting-Erfolg. Die partielle Mediation mit direktem moderiertem Effekt bleibt auch bei Hinzufügen der Rahmenbedingugen stabil. Die gefundenen Zusammenhänge konnten für den Recruiting-Erfolg 2012 und sowie ein Jahr später (2013) bestätigt werden. Dies unterstreicht die prädiktive Aussagekraft des Modells. Die Ergebnisse stellen die Bedeutung der RecruiterInnen und ihres Verhaltens für Erfolge in der Mitgliederwerbung heraus. Die theoretischen sowie praktischen Implikationen werden diskutiert und Vorschläge für Handlungsempfehlungen und weitere Forschung abgeleitet.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 03.09.2015