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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Impression Management-Modesty und Karriereentwicklung
Autor Corinna Diekmann
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die gelungene Selbstdarstellung von Personen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in beruflichen Beurteilungskontexten und somit von großer Bedeutung für die individuelle Karriereentwicklung. Eine vielversprechende, aber bisher noch wenig untersuchte Form der intentionalen Selbstdarstellung ist die taktische Bescheidenheit (IM-Modesty), die im moderaten Herunterspielen eigener, den Zielpersonen bekannter Stärken und Erfolge besteht. Die vorliegende Arbeit beleuchtet mittels dreier Studien unter Berücksichtigung kontextueller Randbedingungen die Effekte der taktisch bescheidenen Selbstdarstellung von Nachwuchskräften zum einen im Auswahlinterview sowie zum anderen im täglichen Berufsleben auf jeweils drei zentrale karriererelevante Evaluationen der Nachwuchskräfte durch Interviewer bzw. Vorgesetzte: Die für die Nachwuchskraft empfundene Sympathie, die ihr zugeschriebene Kompetenz sowie die daraus folgenden beruflichen Erfolgskriterien eines Stellenangebots bzw. der Leistungsbeurteilung. Die experimentellen Studien 1 und 2 zeigten im Kontext des Auswahlinterviews an Stichproben von 214 bzw. 82 professionellen Interviewern, dass die von Nachwuchskräften als Bewerber angewandte IM-Modesty verglichen mit alternativen Selbstdarstellungsformen über verschiedene Randbedingungen hinweg mit positiven Interviewerevaluationen einschließlich einer höheren Wahrscheinlichkeit eines Stellenangebots verknüpft ist und insbesondere dann alternativen Selbstdarstellungsformen überlegen ist, wenn Bewerber im direkten Vergleich bewertet werden, Interviewer sich frei in ihren Urteilen fühlen und positive Vorinformationen über die Bewerber vorliegen. Die Feldstudie 3 zeigte im Kontext des täglichen Berufslebens an einer Stichprobe von 233 Mitarbeiter-Vorgesetzten-Dyaden, dass auch die von Nachwuchskräften als Mitarbeiter angewandte IM-Modesty mit positiven Vorgesetztenevaluationen einschließlich einer besseren Leistungsbeurteilung einhergeht, sofern die Persönlichkeit der Nachwuchskräfte zur überzeugenden Umsetzung der taktisch bescheidenen Selbstdarstellung beiträgt. Die Ergebnisse der Studien unterstreichen die mehrdimensionalen positiven Effekte und das bedeutende karrierefördernde Potenzial der Taktik IM-Modesty. Die theoretischen und praktischen Implikationen der Befunde werden diskutiert, Stärken und Grenzen der Studien erörtert und offene Forschungsfragen skizziert.
Abstract A favorable self-presentation is a key success factor in organizational appraisal contexts and of great importance for a person’s career advancement. A promising form of intentional self-presentation that has not yet received much research attention is impression management modesty (IM modesty), the moderate understatement of one’s own strengths and successes toward well-informed targets. Based on three studies and accounting for contextual factors, this dissertation examines the effects of early-career employees’ IM modesty both in the employment interview and in everyday working life on three career-relevant evaluations by interviewers and supervisors: Evaluations of employees’ likeability, competence, and resulting career success criteria (job offer or performance appraisal, respectively). Two experimental studies (N = 214 and N = 82 professional interviewers) demonstrated that applicants’ IM modesty in the employment interview resulted in more favorable interviewer evaluations than alternative self-presentation tactics especially when applicants were judged simultaneously, when interviewers perceived little accountability for their ratings, and when positive background information about applicants was available. Furthermore, a field study (N = 233 employee-supervisor-dyads) revealed that employees’ IM modesty in everyday working life was associated with favorable supervisor evaluations including higher performance appraisals if employees’ personality allowed for an authentic use of IM modesty. The findings underline the multidimensional positive effects and the considerable career-enhancing potential of IM modesty. The implications for theory and practice, strengths and limitations, and avenues for future research are discussed.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 22.06.2015