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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Bedeutung der Toll-like Rezeptor 9 Modulation mit synthetischen ligodesoxynukleotiden für die pulmonale Entzündungsreaktion im Modell einer CpG-ODN induzierten Sepsis
Autor Christoph Brill
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In der vorliegenden Arbeit wurde anhand eines monovirulenten, TLR9-abhängig induzierten in vivo Sepsismodells in der Maus untersucht, ob die pulmonale Inflammation durch die Gabe von TLR9-spezifischen INH-ODN (H154-Thioat, IRS954-Thioat, 1612-Thioat) und dem Antimalariamittel Chloroquin moduliert werden kann.
12 Wochen alte, männliche C57BL/6 Mäuse wurden mit D-GalN (25 mg) i.p. vorbehandelt und somit für die folgende ODN Wirkung sensitiviert. Nach 30 min erfolgte die Stimulation der Tiere durch i.p. Injektion vom TLR9-spezifischen Agonisten CpG-ODN 1668-Thioat (50 nmol), wodurch eine systemische Inflammation mit konsekutivem „remote lung injury“ initiiert wurde. Nach weiteren 30 min wurde jeweils einer der zu testenden Substanzen (H154-Thioat, IRS954-Thioat, 1612-Thioat, Chloroquin) i.v. appliziert. Zum Zeitpunkt 2 h und 6 h post stimulationem erfolgte die Entnahme des Lungengewebes mit anschließender Messung der pulmonalen mRNA-Expression von NFκB-induzierten proinflammatorischen Zytokinen TNF-α, IL-1β und IL-6 per quantitativer Real-time PCR. In der Zeit zwischen CpG Stimulation bis zur Organentnahme wurden die Mäuse auf klinische Anzeichen einer Entzündung beobachtet. Zur Kontrolle und Bestätigung der TLR9-Spezifität wurden TLR9-defiziente Mäuse ebenfalls mit 1668-Thioat behandelt.
Die i.v. Gabe von H154-Thioat, IRS954-Thioat und Chloroquin reduzierte statistisch signifikant zum Messzeitpunkt 6 h post stimulationem das pulmonale proinflammatorische Zytokinprofil im Vergleich zu der rein stimulierten Gruppe 1668-Thioat. H154-Thioat inhibierte bereits 2 h post stimulationem signifikant die TLR9-abhängige Zytokinexpression auf mRNA Ebene. Außerdem wurden nebenbefundlich im Vergleich zur reinen Stimulationsgruppe bei den mit H154-Thioat, IRS954-Thioat und Chloroquin behandelten Mäusen mildere Krankheitsverläufe beobachtet und die Mortalität bis zu 40 % gesenkt.
Zusammenfassend belegen unsere Ergebnisse, dass die TLR9-abhängigie Inhibition im mono-virulenten in vivo Sepsismausmodell durch H154-Thioat, IRS954-Thioat und Chloroquin zu einem signifikant reduzierten Zytokinprofil eines „remote injury“ der Lunge führt.
Zum besseren Verständnis der TLR9 Inhibition durch H154-Thioat, IRS954-Thioat und Chloroquin sollen weitere Versuche in einem polyvirulenten Sepsis-induzierten „remote lung injury“ in vivo Modell dienen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 13.04.2015