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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2015

 

Titel Abhängigkeit des Alpha-Rhythmus im EEG von Augenschluss, Objektvariablen und mentaler Aktivierung
Autor Katharina Waerder
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Das EEG ist trotz der Weiterentwicklung anderer diagnostischer Verfahren wie MRT, CCT sowie PET-CT weiterhin das wichtigste apparative Verfahren in der Diagnostik von Epilepsien. Hierbei stellen Alpha-Wellen ein wichtiges Kriterium zur EEG-Analyse dar, weil sie schnell einen groben Überblick über Physiologie bzw. Pathologie eines EEGs erlauben. Dennoch sind die Zusammenhänge des Auftretens und der Quantität von Alpha-Wellen zum großen Teil bislang ungeklärt.
Die vorliegende Arbeit untersucht vor allem die Beeinflussung der Ausprägung des Alpha-Rhythmus im EEG durch verschiedenste visuelle Parameter. Es wird ein Test aus alternierenden Bildern entwickelt, der spezifische Parameter prüft. Mittels der bipolaren EEG-Ableitungen T5-O1 sowie T6-O2 von 23 gesunden sowie 10 an einer non-läsionellen Epilepsie erkrankten Probanden werden während der Präsentation visueller Stimuli Amplitude, Frequenz sowie spektrale Leistungsdichte erfasst. So wird der Einfluss der Parameter Objektgröße, -farbe, -semantik bzw. –form, Kontrast, Lidschluss, Krankheitsstatus, mentale Aktivierung sowie Geschlecht auf die Ausprägung des Alpha-Rhythmus analysiert.
Eine Generation okzipitaler Alpha-Wellen ist auch bei geöffneten Augen bei Betrachtung eines homogen hellen Hintergrunds möglich. Es zeigt sich ein deutlicher Einfluss des Geschlechts sowie des Krankheitsstatus auf die Ausprägung des Alpha-Rhythmus, wobei Männer Form-bezogene, Frauen jedoch Kontrast-bezogene Informationen stärker zu verarbeiten scheinen. An non-läsioneller Epilepsie erkrankte Probanden zeigen signifikant höhere Amplituden sowie niedrigere Frequenzen. Eine Variation der Farbe oder des Kontrasts haben wenig bis keinen Einfluss. Der semantische Inhalt scheint unbedeutend für die Ausprägung von Alpha-Wellen, jedoch zeigen unterschiedliche Formen deutliche Unterschiede. Eine mentale Aktivierung in Form von Rechenaufgaben im Zahlenraum bis 400 ruft eine deutliche Steigerung der Ausprägung hervor.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 14.04.2015