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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2013

 

Titel Kommentierte Ausgabe der polnischsprachigen Gedichtbände von Jan Ornowski/Ivan Ornovs'kyj
2. Hälfte des 17.-Anfang des 18. Jahrhunderts
Autor Katarzyna Glowalla
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Jan Ornowski (Ivan Or­nov­s'kyj) ist ein kaum bekannter Vertreter der polnischsprachigen Dichtung in der Ukraine der Barockzeit. Diese Dissertation enthält die seit der jeweiligen Erstausgabe erste vollständige und kommentierte Ausgabe seiner Gedichtbände in Polnisch: Niebieski Merkuryjusz (Cernihiv (?) 1686), Muza Roksolanska (Cernihiv 1688), Bogata Speza (Cernihiv 1693) und Bogaty Wirydarz (Kiev 1705)). Der Kommentarteil befasst sich mit Ornowskis Leben und mit seinem Umfeld: Zahlreiche Annahmen über Ornowskis Lebensstationen werden ausgewertet und die wichtigsten Personen aus dem Kiev-Cernihiver Kreis porträtiert: Lazar Baranovyc (um 1620-1693), Ivan Šcyrs'kyj (um 1650-1714), Ivan Velyckovs'kyj (?-1701) sowie die Adressaten der Bände, vor allem Ivan Mazepa (um 1640-1709), Ivan Obidovs'kyj (1676-1701) und Fedir Hryhorovyc Zacharževs'kyj (?-1706). Bei der Untersuchung des literarisch-verlegerischen Rahmens der Bände werden u.a. die komplexe Funktion der Pretiosenmotivik und der hortologischen Motivik dargelegt sowie der Aufbau von Wappengedichten und die Paraphrase eines Gedichts von Wespazjan Kochowski (1633-1700) in der Widmung von Muza Roksolanska hervorgehoben. Die Analyse des Aufbaus der Gedichtbände konzentriert sich einerseits auf den variierenden Kompositionsideen, auf ihrer Verankerung in der antiken panegyrischen Tradition und auf den Wappenanspielungen und andererseits auf dem Zyklisierungsverfahren. Dabei werden auch die Ekphrasen, vor allem die Palast- und Garten­be­schrei­bungen und die Gartenform von Bogaty Wirydarz ausführlich untersucht. Die Analyse der Sprache Ornowskis zeigt, dass sein Polnisch in insgesamt geringer Ausprägung und insbesondere im phonetischen Bereich einige ostslawische Merkmale aufweist. Der Dichter verwendet viele Wörter ostslawischer und orientalischer Herkunft, von denen einige bisher kaum bzw. nie untersucht wurden. Bei der einleitenden Beschäftigung mit der Lateinpräsenz in der Sprache Ornowskis wird vor allem auf die polnisch-lateinische Melange, die seltenen makkaronischen und lateinischen Reime sowie auf die gra­phischen, phonetischen, morphologischen, grammatischen und syntaktischen Gräzismen bzw. La­ti­nismen ver­wiesen. Von den rund 450 Zitaten in der Dichtung Ornowskis stammen die meisten von Vergil, Ovid, Ho­raz und Maciej Kazimierz Sarbiewski. Ein Teil der Zitate konstituiert das allgegenwärtige Fama-Motiv und das Herkules-Motiv, dem eine wichtige Rolle in der Preisung des Hetmans Ivan Mazepa zufällt. Die Strophen- und Verstypen, Reime, Stilmittel und Klangfiguren offenbaren den Reichtum der dichterischen Werkstatt Ornowskis.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 16.12.2013