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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2013

 

Titel Über das Erleben von Magersucht
Eine psycho-morphologische Studie zur Anorexia Nervosa
Autor Anke Kock
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Magersucht als eine der verbreitetsten psychosomatischen Erkrankungen westlich geprägter Gesellschaften ist nach wie eine Herausforderung für Theorie und Praxis. Neben Fragen zu Ursachen und Symptomatiken rückt das <i>Verstehen</i> als zentrales Anliegen in den Vordergrund. Die Morphologische Psychologie, begründet durch Wilhelm Salber, fokussiert dieses Verstehen im Rahmen einer phänomennahen Beschreibung von Erlebensprozessen. Hierdurch wird Magersucht nachvollziehbar, als dass seelisches „Funktionieren“ beleuchtet und in seinen Wandlungen verdeutlicht wird. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der magersüchtiges Erleben und Verhalten in seiner Komplexität und Verstricktheit erfasst. Im Vordergrund steht dabei die Schaffung einer eigenen Welt, die idealisiert wird und Abgrenzung erzeugt. Bei dem unbewussten Versuch, Abhängigkeits- und Autonomiekonflikte zu lösen, verfangen sich die Betroffenen in zwanghaft verfestigte Muster, die ihr Eigenrecht einfordern. Das Bestreben nach Vollkommenheit und Perfektion impliziert dabei immer wieder ein zwangsläufiges Scheitern, welches das charakteristische Moment magersüchtigen „Funktionierens“ ausmacht. Neben dieser Darstellung „magersüchtiger Gestaltwerdung“ werden auch pro-anorektische Bewegungen thematisiert – online-Gemeinschaften, die das krankhafte Verhalten zusätzlich befördern, indem sie genau in die beschriebenen Strukturen hineinwirken.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 11.07.2013