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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2013

 

Titel Durch Kinder und Erwachsene beurteilte erste Eindrücke aus Gesichtern, Führung, Core Self-Evaluations und Karriereerfolg
Autor Erik Dietl
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Erste Eindrücke aus Gesichtern werden sehr schnell und automatisch gebildet und können entscheidende Konsequenzen für Personen in Wirtschaftsunternehmen und der Politik haben. In vier Studien wird der Zusammenhang zwischen ersten Eindrücken aus Gesichtern, dem globalen Selbstkonzept (Core Self-Evaluations), Führungserfolg und Karriereerfolg untersucht. Um zwischen den Effekten eines neutralen Gesichtsausdruckes und positiver Selbstdarstellung zu unterscheiden, wurden zwei Fotos (neutraler Gesichtsausdruck vs. positive Selbstpräsentation durch den Gesichtsausdruck) von jeder Zielperson verwendet. Aufbauend auf der Führungskräfte-Kategorisierungstheorie (Lord, Foti & De Vader, 1984) wurde in Studie 1 und 2 die Frage untersucht, ob sich Führungspersonen von Nicht-Führungspersonen anhand der wahrgenommenen Führung aufgrund des Gesichtes unterscheiden. Die wahrgenommene Führung war bei tatsächlichen Führungspersonen höher als bei Nicht-Führungspersonen. In Studie 3 wird der Zusammenhang zwischen äußerer Erscheinung (Attraktivität und wahrgenommener Führung aufgrund des Gesichtes) und zwei Erfolgskriterien (Führungserfolg und Karriereerfolg) in einer männlichen Stichprobe aus der Arbeitswelt untersucht. Es wird angenommen, dass Core Self-Evaluations den positiven Einfluss der äußeren Erscheinung auf die zwei Erfolgskriterien positiv mediieren. Aus evolutionärer Perspektive sollte insbesondere wahrgenommene Führung für das globale Selbstkonzept von Männern von hoher Bedeutung sein. Entsprechend mediierten die Core Self-Evaluations nur den positiven Zusammenhang zwischen wahrgenommener Führung und den beiden Erfolgskriterien, während der Effekt der Attraktivität jeweils nicht mediiert wurde. Diese Befunde konnten in Studie 4 durch die von Kindern beurteilte äußere Erscheinung (Attraktivität und wahrgenommene Führung) der gleichen 130 männlichen Zielpersonen repliziert werden. Die übereinstimmenden Ergebnisse aus Studie 3 und 4 legen nahe, dass es einen evolvierten adaptiven Mechanismus der Personenwahrnehmung geben könnte, der weitgehend unabhängig von Vorerfahrung mit Führungspersonen sehr schnell die Eignung einer Führungsperson abprüft und dazu das Gesicht als Informationsquelle heranzieht. Diese neuen theoretischen Perspektiven sowie praktische Implikationen für organisationale Beurteilungssysteme werden diskutiert.
Abstract Child's and Adult's First Impressions Based on Facial Appearance, Leadership, Core Self-Evaluations, and Career Success
First impressions based on facial appearance are made rapidly and automatically and can have important consequences for individuals in companies and politics. Four studies examined the associations among first impressions based on facial appearance, global self-concept (core self-evaluations), leadership, and career success. In order to differentiate between the effects of a neutral facial expression and impression management, two photos of each target person (neutral facial expression vs. positive self-presentation by facial expression) were included. Based on leadership categorization theory (Lord, Foti & De Vader, 1984) Studies 1 and 2 investigated, whether leaders and non-leaders can be distinguished due to perceived leadership based on their facial appearance. Perceived leadership was higher for leaders than for non-leaders. Study 3 examined the associations among facial appearance (attractiveness and perceived leadership) and two success criteria (leadership and career success) in a male sample from the working world. It is assumed that core self-evaluations act as a mediator between the positive influence of facial appearance on success criteria. Evolutionary theory suggests that perceived leadership characteristics should be particularly important for the self-concept of males. Accordingly core self-evaluations only mediated between the positive influence of perceived leadership and both success criteria, but not between the effect of attractiveness on success criteria. Study 4 replicated these results using children’s ratings of facial appearance (attractiveness and perceived leadership) of the same 130 male targets. The consistency of the results across Study 3 and Study 4 suggests that there may be an evolved adaptive mechanism that consists of using face perception as a diagnostic tool to quickly recognize leadership suitability. New theoretical perspectives and implications for organizational assessment procedures are discussed.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 21.03.2013