Hinweis zum Urheberrecht | Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5n-31392

 

Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2013

 

Titel Nurturing Interdisciplinarity in Agricultural Research through Capacity-Building
A case study of ZEF’s Uzbekistan Project
Autor Muhammad Mehmood-Ul-Hassan
Publikationsform Dissertation
Abstract Interdisciplinary research is one of the key strategies of Center for Development Research (German: Zentrum für Entwicklungsforschung -ZEF) of Bonn University. ZEF claims to be one of the top centers of excellence in development research, which carry out applied research relevant to developing countries. Presented in this thesis is sociological data from its Uzbekistan Land and Water Restructuring project’s third phase (2007-2011), illustrating how such centers operationalize interdisciplinary research; how these design research projects, how these centers build capacity for interdisciplinary research, and then induce, implement and sustain interdisciplinarity in their research. The main question addressed in this dissertation is “to what extent and how the ZEF’s longitudinal model of facilitated, structured and incremental capacity building combined with problem based interdisciplinary action research shaped interdisciplinarity amongst its teams of collaborating scientific staff, and how sustainable this interdisciplinarity was”? The mixed method approach of this study differed substantially to the single method approaches, such as interview research or bibliometric analysis, so far used to study interdisciplinarity.
The study finds that the process of designing the research proposal and devising a contextually appropriate capacity building model and the model for conducting interdisciplinary research itself became a sociological process of negotiation amongst ZEF scientists discharged with the task of designing research proposal. The power imbalances inherent in ZEF’s departmentalized structure mirrored during the research design and implementation phases. The innovative capacity building model, which was tailored to build the capacity of ZEF’s staff was able to assist team members in overcoming their disciplinary epistemologies after some struggle. At the initial stages of the process, some of the research team members showed dual epistemologies: the fundamental and the superficial. The latter appeared to be more a socially desirable response to their team membership. The research process dynamics identified a number of challenges and barriers that could potentially disrupt and frustrate interdisciplinarity, but many of those challenges were gradually overcome by the teams themselves, or with assistance from project managers and the facilitator. The study finds that the conditionality that ZEF faces from its research donors and its parent university determine what kind of and how much of interdisciplinarity can be achieved at ZEF. As the main vehicles to undertake interdisciplinary research at ZEF are donor funded research projects, sustaining the capacity for interdisciplinary research will remain the key challenge for ZEF. Key implications for theory, methodology and practice of interdisciplinary research are also spelled out.
Zusammenfassung Interdisziplinäre Forschung ist eines der Schlüsselkonzepte des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. Das ZEF hat den Anspruch, eines der führenden Zentren im Bereich der angewandten Entwicklungsforschung zu sein. In dieser Arbeit werden soziologische Daten aus der dritten Phase (2007-2011) des ZEF-Projektes „Restructuring Land and Water Use in Khorezm Region, Usbekistan“ präsentiert, um zu verdeutlichen, wie solche Forschungszentren interdisziplinäre Forschung umsetzen. Es wird gezeigt, wie Forschungsprojekte am ZEF und in ähnlichen Zentren gestaltet, und wie Kapazitäten für interdisziplinäre Forschung aufgebaut werden. Schließlich wird gezeigt, wie Interdisziplinarität in der Forschung umgesetzt, implementiert und aufrechterhalten wird. Die Leitfrage dieser Dissertation ist, wie und in welchem Ausmaß der längsschnittartige Ansatz von systematisch begleitetem, strukturiertem und stufenweisem Kapazitätsaufbau des ZEFs, kombiniert mit problembasierter interdisziplinärer Handlungsforschung, interdisziplinäre Forschungsprozesse unter den verschiedenen, miteinander kollaborierenden, Forschungsteams beeinflusst hat. Zudem wird gefragt, wie nachhaltig diese Interdisziplinarität war. Die Nutzung eines kombinatorischen Methodenansatzes in dieser Studie unterscheidet sich substantiell von den in der Interdisziplinaritätsforschung bisher vorherrschenden Ansätzen. , welche lediglich auf einer einzelnen Methode, beispielsweise Befragungen oder bibliometrischen Analysen, beruhen. Diese Studie stellt fest, dass der Entwurf eines Forschungsprogramms und die Entwicklung eines kontextuell angemessenen Modells zum Kapazitätsaufbau, sowie die Erstellung eines interdisziplinären Forschungsmodells, selbst als soziologische Verhandlungsprozesse zwischen den ZEF-WissenschaftlerInnen, die mit diesen Aufgaben betraut waren, betrachtet werden können. Die ungleiche Verteilung von Einfluss, bedingt durch die vielgliedrige Struktur des ZEFs, spiegelte sich in den Vorbereitungs- und Implementationsphasen des Projektes wieder. Das innovative Modell zum Kapazitätsaufbau, welches dazu entworfen wurde, die Kapazitäten der ZEF-WissenschaftlerInnen durch sein längsschnittartiges und schrittweises Design zu verbessern, wurde dabei mit praktischen Erfahrungen aus der Handlungsforschung und Prozessen der Gruppenreflexion kombiniert, und konnte den Teammitgliedern dabei helfen, nach einigen Schwierigkeiten ihre disziplinären Sichtweisen zu überwinden. Zu Beginn dieses Prozesses zeigten sich bei einigen Teammitgliedern duale Epistemologien: die fundamentale und die oberflächliche. Letztere schien dabei eine sozial erwünschte Reaktion auf die Mitgliedschaft in einem Forschungsteam zu sein. Im Verlauf des Forschungsprozesses zeigten sich verschiedene Herausforderungen und Barrieren, welche möglicherweise den interdisziplinären Ansatz hätten stören und zum Erliegen bringen können. Viele dieser Herausforderungen wurden jedoch allmählich von den Teams selbst, oder mit Hilfe der Projektkoordinatoren und Prozessfacilitatoren, überwunden. Diese Studie zeigt jedoch auch, dass die Konditionalität, welche dem ZEF durch seine Geldgeber und die Universität aufgegeben wird, den zu erreichenden Grad und die Art von Interdisziplinarität bestimmt. Da von externen Geldgebern finanzierte Projekte die Hauptvehikel zur Durchführung interdisziplinärer Forschung am ZEF darstellen, wird es eine wichtige Herausforderung für das Institut bleiben, die Kapazitäten mit diesen Herausforderungen für die Forschungsprozesse positiv umzugehen, aufrecht zu erhalten. Basierend hierauf, zieht diese Studie relevante theoretische und methodische Schlüsse für die Weiterentwicklung interdisziplinärer Forschungspraxis.
Inhaltsverzeichnis pdf-Dokument Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
Komplette Version pdf-Dokument (1 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 08.03.2013