Hinweis zum Urheberrecht | Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-31078

 

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2013

 

Titel Ambivalenz zwischen Sozialkritik und Erzählerironie in den Frühwerken Flor de mayo, La barraca und Cañas y barro von Vicente Blasco Ibáñez
Autor Carsten Dördrechter
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die Dissertation mit dem Titel „Ambivalenz zwischen Sozialkritik und Erzählerironie in den Frühwerken Flor de mayo, La barraca und Cañas y barro von Vicente Blasco Ibáñez“ intendiert das Nebeneinander von einer auktorialen und einer Sozialkritik verpflichteten Erzählperspektive einerseits und einer wertenden sowie ironisierenden Erzählerhaltung andererseits nachzuweisen und zu deuten. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob von einer klaren Sozialkritik des Erzählers gesprochen werden kann und wie in diesem Kontext eine ironisierende Erzählerhaltung einzuordnen ist. Im Rahmen dieser Fragestellung steht eine genaue Analyse der drei ausgewählten Romane naturalistischer Provenienz im Fokus.
In ersten Kapitel werden zunächst die Möglichkeiten des auktorialen Erzählens vorgestellt, da sie im Rahmen der Fragestellung der Dissertation von Relevanz sind. Im zweiten Kapitel erfährt der Leser Näheres zum Schriftsteller Blasco Ibáñez: Hierbei werden sowohl Anmerkungen zur Genese und der Rezeption der Werke von Blasco Ibáñez als auch biographische Angaben zum spanischen „Vielschreiber“ getätigt. Im dritten Kapitel steht ein Abriss des Naturalismus im Vordergrund, in dessen Tradition die untersuchten Romane zweifellos stehen. Dabei wird unterschieden zwischen dem französischen Paradigma und der spanischen Rezeption, die neben Gemeinsamkeiten auch zahlreiche Unterschiede aufzeigen.
Im Hauptteil der Arbeit, der die Kapitel vier, fünf und sechs umfasst, wird mittels einer genauen und den Inhalt darlegenden Textanalyse sowohl die vom Erzähler intendierte Sozialkritik nachgewiesen und auf diese wiederum relativierende Erzählerironie eingegangen.
Im siebten Kapitel findet ein Vergleich der analysierten Romane sowohl im Rahmen der Fragestellung als auch inhaltlicher Natur statt. Im achten Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt. Der letzte Punkt beinhaltet das Literaturverzeichnis.
Als Ergebnis der Untersuchung kann festgestellt werden, dass der Autor hinter die von den französischen Naturalisten geforderte objektive Erzählerhaltung und der Bildung des Lesers verpflichteten Erzählweise „zurücktritt“, indem er die Unterhaltung der Leserschaft in den Vordergrund stellt. Diese erreicht er durch eine ironische Erzählerhaltung und eine burleske Darstellung dramatischer Begebenheiten. Somit wird die sozialkritische Perspektive eingebettet in eine dem Leser unterhaltende Darstellung der meist tristen Geschehnisse. Diese Konstellation ist in allen drei untersuchten Romanen in unterschiedlicher Intensität zu beobachten. Dabei ist auch von Belang, dass die Handlung in ländliche Gegenden der Region Valencia verlagert wird und sich die Romane auf diese Weise von der für den Naturalismus eher typischen Stadtdarstellung abwenden. Somit kann auch festgestellt werden, dass der Autor mittels seiner Romane der Region Valencia ein literarisches Manifest hinterlassen hat.
Inhaltsverzeichnis pdf-Dokument Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
Komplette Version pdf-Dokument (2 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 12.02.2013