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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Präkonditionierende TLR9-Stimulation beeinflusst die Inflammation während der kardialen postischämischen Reperfusion im Mausmodell
Autor Anna Lena Katharina Haesner geb. Hakenberg
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Einleitung: Die Schwere eines Myokardinfarktes ist nicht ausschliefllich abhängig von der Intensität und Dauer der Ischaemie, sondern wird zudem bestimmt durch die während der Reperfusion stattfindende Immunreaktion. Durch verschiedene Mechanismen, wie die ischaemische Praekonditionierung und eine Hypothermie, sowie Medikamente, wie volatile Anästhetika, kann eine ischaemische Toleranz mit Reduktion des Infarktareals erreicht werden. Der TLR9 ist ein PRR des kongenitalen Immunsystems, der, aktiviert durch prokaryote DNA zu einer gesteigerten Inflammation via NfκB und AP-1 f¸hrt. Seine Aktivität wurde auf Kardiomyozyten nachgewiesen und bewirkt eine Inflammation und Sepsis. Das Ziel dieser Arbeit liegt in der Testung und Quantifizierung einer Infarktreduktion nach praekonditionierender Stimulation des TLR9. Des Weiteren sollen die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen in der Reperfusionsphase aufgeklaert werden.
Methode:In einem zweizeitigen Versuchsprotokoll erfolgt 5-7 Tage nach operativer Anlage einer lockeren LAD-Ligatur die intraperitoneale Stimulation mit verschiedenen synthetischen Oligodesoxynukleotid-Loesungen (1668-, 1612- und H154-Thioat) sowie mit einer Plazebo-Loesung. Mit einer Latenz von 16 Stunden werden die Tiere einem Ischaemie/Reperfusions-Protokoll zugeführt und nach 30 Minuten bzw. 3 Stunden die Organentnahme durchgeführt. Anschließend erfolgt die Bestimmung der Inflammationsparameter TNF-α, IL-1β, Il-6, IL-10 und iNOS sowie der TLR2, 4 und 9 mittels \"real-time\"-PCR.
Ergebnisse:Postischaemisch kommt es initial zu einer gesteigerten Inflammation mit vermehrter Expression von proinflammatorischen Mediatoren wie TNF-α und IL-6, im Verlauf der Reperfusion wird eine vermehrte Expression des antiinflammatorischen IL-10 registriert. Des Weiteren zeigt sich nach Praekonditionierung eine gesteigerte Expression des PRR TLR9. Das resultierende Infarktareal ist in Bezug auf die \"area at risk\" signifikant geringer nach erfolgter Praekondtionierung mit 1668-Thioat.
Schlussfolgerung:Nach Praekonditionierung mit 1668-Thioat liegt im murinen Organismus eine ischaemische Toleranz vor, der eine angepasste immunologische Antwort mit gesteigerten, antiinflammatorischen Rueckkopplungsmechanismen auf einen zweiten, pathogenen Stimulus zugrunde liegt.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 10.12.2012