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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Untersuchung der weichgeweblichen Integration von verschiedenen Abutmentmaterialien und Abutmentoberflächenstrukturen in die periimplantäre Mukosa
Autor Frederike Heikamp
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In der dentalen Implantologie werden hoch frequentiert neue Implantatsysteme und Werkstoffe auf den Markt gebracht. Dabei spielen sowohl funktionelle, technische aber auch ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle. Bestimmte Komponenten, wie Abutments und Suprakonstruktionen bedürfen daher einer wissenschaftlichen Überprüfung.
Das Ziel der vorliegenden Studie war es, eine klinische Methode für die histologische Untersuchung der Anlagerung periimplantärer Strukturen an Abutmentmaterialien zu erforschen. Die Reaktion des Weichgewebes auf verschiedene Abutmentwerkstoffe sollte näher charakterisiert werden. Hierzu wurden bei 15 zahnlosen Patienten jeweils 2 SICace Implantate im interforaminalen Unterkieferbereich implantiert und über einen Untersuchungszeitraum von 6 Monaten beobachtet. Die Hohlzylinderversuchsabutments aus Titan (Referenz), Zirkoniumdioxid, Zirkoniumdioxid mit Feldspatkeramik verblendet und Polyetheretherketon (PEEK), wurden nach einer Einheilzeit der Implantate von 3 Monaten inseriert und für weitere 3 Monate belassen. Klinische und radiologische Parameter wurden erhoben. Vor der endgültigen Versorgung der Patienten, 6 Monate nach der Implantatinsertion, wurden die Versuchsabutments entfernt und einer histologischen Aufbereitung zugeführt. Die erhaltenen Dünnschliffpräparate zeigten Abutmentscheiben mit anhaftendem Weichgewebe. Eine histologische Einteilung der Präparate nach verschiedenen Gewebeparametern, sowie die Auszählungen von Leukozyten, sollten Aufschlüsse über die Beschaffenheit der Gewebe bei den unterschiedlichen Materialgruppen geben.
Es konnte gezeigt werden, dass innerhalb der Gradeinteilung keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den 4 Materialtypen bestanden. Ein chronisches leukozytäres Zellinfiltrat konnte bei allen Abutmenttypen festgestellt werden.
Die Methode kann zur klinischen und histologischen Untersuchung von Implantatabutmentwerkstoffen empfohlen werden, auch wenn Modifikationen im Bereich des Abutmentdesigns und der Dünnschliffherstellung nötig sind. Eine Verwendung aller untersuchten Materialien ist ebenfalls möglich, kein Werkstoff wies relevante Nachteile gegenüber der Referenz Titan auf. In Zukunft werden Dentalkeramiken und moderne Composite auch den implantatprothetischen Bereich prägen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 10.12.2012