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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Die emotionale Komponente der Politischen Fertigkeiten im Berufsleben
Autor Tassilo Dieter Momm
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Das relativ neue Konstrukt der Politischen Fertigkeiten ist in den vergangenen Jahren auf ein großes Forschungsinteresse innerhalb der Arbeits- und Organisationspsychologie gestoßen. Es beschreibt die Fähigkeit von Personen, andere Organisationsmitglieder in ihrem Verhalten zu beobachten und einzuschätzen. Dieses Wissen wiederum wird dazu genutzt, persönliche und/oder organisatorische Ziele zu erreichen.
Um einen Beitrag zur Validierung dieses Konstruktes zu liefern, beleuchtet die vorliegende Arbeit in einem quasi-experimentellen Design den Kern der Politischen Fertigkeiten, und zwar die Fähigkeit, wichtige soziale Hinweisreize schnell und korrekt zu identifizieren. Nachdem in einer Pilotstudie mit Studierenden (N = 252) gezeigt werden konnte, dass mittels Feedbacktechnik die Erkennungsleistung von Emotionen in Gesichtern trainierbar ist, wurden vier weitere Studien (N = 487) mit Berufstätigen durchgeführt. Davon wurden in jeweils zwei Studien die Erkennung von Emotionen in Gesichter bzw. Stimmen trainiert. Dabei stellte sich heraus, dass Personen mit hohen Politischen Fertigkeiten nach einem Feedbacktraining konsistent bessere Erkennungsleistungen von Emotionen in Gesichtern bzw. Stimmen zeigten, was darauf schließen lässt, dass diese Personen eine größere Effizienz beim Erlernen von emotionalen Hinweisreizen besitzen. Innerhalb der einzelnen Facetten der Politischen Fertigkeiten erwies sich die Netzwerkfähigkeit einer Person als stärkster Prädiktor für den Lernerfolg. Vergleicht man darüber hinaus Fremd- und Selbstbeurteilungen der Politischen Fertigkeiten (wobei die Fremdbeurteilungen durch 269 Kollegen vorgenommen wurden), so besitzen die Fremdbeurteilungen eine höhere Vorhersagekraft hinsichtlich des Lernerfolges emotionaler Hinweisreize. Dieses Ergebnis blieb auch bestehen, nachdem das verwandte Konstrukt des Self-Monitorings sowie die Persönlichkeitseigenschaft Extraversion als Kontrollvariablen mitberücksichtigt wurden.
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse leisten die Studien einen positiven und konsistenten Beitrag zur Bestätigung der Konstruktvalidität der Politischen Fertigkeiten, zumal bisherige Studien die Validität ausschließlich über Korrelationsstudien überprüften.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 23.10.2012