Hinweis zum Urheberrecht | Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5n-29919

 

Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Leberzirrhose und ihre Komplikationen
Einfluss verschiedender Therapiemaßnahmen auf den Progress von Ösophagusvarizen
Autor Leonie Schwarzer geb. Claßen
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Ösophagusvarizen und insbesondere die Blutung aus Ösophagusvarizen als schwerwiegende Komplikation einer Leberzirrhose stellen ein sehr ernstzunehmendes Krankheitsbild dar. Aus diesem Grund haben wir entschieden, eine Studie mit den Schwerpunkten „diagnostische und therapeutische Interventionen in der Behandlung von Ösophagusvarizen“ durchzuführen. Hierbei handelt es sich um eine retrospektive Studie, in der laborchemische, klinische und endoskopische Daten über insgesamt 189 von primär 200 erfassten Patienten innerhalb eines Zeitraumes von 77 Monaten analysiert worden sind (November 1999 - März 2006).
Wir untersuchten folgende drei Fragestellungen:
1. Inwieweit ist bei Patienten im Rahmen von Ösophagusvarizenligatur- und/oder Betablockertherapie der Progress von Ösophagusvarizen beeinflusst worden?
2. Sind endoskopische Kontrollintervalle in Hinblick auf den Progress von Varizen angemessen gewählt worden?
3. Inwieweit haben laborchemische, klinische und endoskopische Parameter mit Veränderungen von Ösophagusvarizen korreliert?
Zusammenfassend lässt sich festhalten:
1. Unabhängig der therapeutischen Gruppeneinteilung (keine Therapie, Ligatur- und/oder Betablockertherapie) zeigte sich kein signifikanter Einfluss auf den Progress von Varizen.
2. Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Varizengradprogresses nach 384 Tagen könnten die durchschnittlich gewählten Intervalle von 144 Tagen weiter gefasst werden (Differenzierungen siehe Tabellen 18 u. 17).
3. Das Serumbilirubin korreliert nach multivariater Analyse als einziger der untersuchten Parameter signifikant mit einer Varizengradzunahme. Keine Korrelation findet sich hingegen zwischen den untersuchten laborchemischen, klinischen sowie endoskopischen Parametern und der Dauer einer Varizeneradikation.
Unsere retrospektive Studie erlaubt, prospektive Untersuchungen zu planen, in denen die Zeiträume der Intervallendoskopien überprüft werden. Weiterhin sollte sie dazu anregen, die klinische Relevanz von Parametern im Rahmen der Diagnostik bei Ösophagusvarizen weiter zu überprüfen, mit dem gemeinsamen Ziel, eine patientenorientierte Diagnostik und Therapie unter Berücksichtigung kosten- und zeitökonomischer Verfahrensentwicklung weiter zu optimieren.
Inhaltsverzeichnis pdf-Dokument Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
Komplette Version pdf-Dokument (1 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 10.12.2012