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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Amygdala- und Hippocampusvolumetrie bei Major Depression
Autor Anna Christine Belloche geb. Kallus
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die Depression ist mit einem Lebenszeitrisiko von 15 - 18 % eine sehr häufige Erkrankung. Die Studie in dieser Arbeit ist die erste, die an einem relativ großen Patientenkollektiv Hippocampus- und Amygdalavolumen, mit Hilfe von MRT-Volumetrie, zwischen depressi- ven Patienten und gesunden Kontrollpersonen vergleicht.
Es wurden 51 Patienten mit major Depression nach DSM-IV Kriterien und 28 gesunde Kontrollpersonen untersucht. Von jedem Patienten und jeder Kontrollperson wurde ein 3D-MR-Datensatz generiert und von einem geblindeten Rater volumetrisch vermessen. Die Ergebnisse wurden anhand von Varianzanalysen miteinander verglichen und ausgewertet.
Als Hauptbefund zeigten sich beidseits verkleinerte Hippocampi und links verkleinerte Amygdalae bei den Patienten im Vergleich zu den gesunden Kontrollpersonen. Die Gesamt- hirnvolumina zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen der Patienten und Kontrollpersonen.
Die Volumenreduktion in Hippocampus und Amygdala spricht gegen eine isolierte Beteiligung des Hippocampus und für eine weitergehende Beteiligung des limbischen Systems bei dem Vorliegen einer Depression. Um die Rolle des limbischen Systems und insbesondere der Amygdala und des Hippocampus bei der Ursache und dem Verlauf einer Depression besser zu verstehen, müssen weitere möglichst groß angelegte Studien durchgeführt werden.
Längsschnittstudien wären hilfreich, um die Volumenreduktion im Verlauf der Krankheit zu beurteilen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 07.12.2012