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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Prävalenz der obstruktiven Schlafapnoe bei Patienten mit rezidivierendem paroxysmalen Vorhofflimmern und Pulmonalvenenablation
Autor Friederike Eva Charlotte Ruland
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Einleitung: Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung im klinischen Alltag und aufgrund der älter werdenden Gesellschaft in den westlichen Länder und der Zunahme von Risikofaktoren wie Hypertonie, Adipositas und Diabetes steigt die Zahl der Vorhofflimmer-Patienten stetig an. Daher untersucht diese Arbeit, ob es einen Zusammenhang zwischen der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) und Rezidiven von paroxysmalem Vorhofflimmern bei Patienten mit >2 Pulmonalvenen-Ablationen gibt.
Methoden: Es wurden 46 Patienten mit therapieresistentem paroxysmalen VHF untersucht, von denen 23 auch nach zwei PV-Ablationen weiterhin an VHF litten (Rezidiv-Gruppe). Weitere 23 Patienten waren nach einmaliger PV-Ablation seit mindestens sechs Monaten VHF-frei (Kontroll-Gruppe). Jeder der 46 Patienten unterzog sich einer nächtlichen ambulanten Polygraphie. Die beiden Gruppen wurden in Bezug auf Alter, Geschlecht und Ejektionsfraktion angeglichen. Die Patienten waren im späten mittleren Alter (65 ± 7 gegenüber 63 ± 10 Jahre, P=0,23), übergewichtig (BMI 27,3 ± 3,6 vs. 27,2 ± 4,6 kg/m2, P=0,97) und weißer Hautfarbe (100 %).
Ergebnisse: Es wurde festgestellt, dass die Prävalenz von OSA, definiert als AHI > 5, in der Gruppe der Patienten mit rezidivierendem paroxysmalen VHF signifikant höher war (87 %) als in der Kontrollgruppe (48 %, P=0.005). Zudem war die OSA in der Rezidiv-Gruppe signifikant schwerer, indiziert durch die Frequenz von Apnoe- und Hypopnoephasen (mittlerer AHI 27 ± 22 vs. 12 ± 16 Ereignisse/h Schlaf, P=0,01).
Dieses Ergebnis zeigt, dass die OSA eine der zugrunde liegenden Ursachen ist, welche zur Wiederkehr von VHF führt. Zudem weist es auf einen engen Zusammenhang zwischen OSA und rezidivierendem VHF hin und stärkt die Theorie, dass zwischen den beiden Erkrankungen eine kausale Beziehung besteht und OSA eine wichtige Rolle in der Pathogenese des Vorhofflimmerns spielt.
Abstract Objectives - To address the question whether obstructive sleep apnea (OSA) is associated with the recurrence of paroxysmal atrial fibrillation (AF) in patients treated with >2 pulmonary vein isolation procedures.
Patients and methods - In this study, we included adults with therapy-resistant symptomatic paroxysmal AF, defined as AF recurring after >2 PV-isolation procedures (n=23). For comparison, we selected another cohort of patients being successfully treated by 1 PV isolation without AF recurrence within 6 months (n=23). PV isolation was performed by radiofrequency with an open irrigated tip catheter. Each of the forty-six participants completed an overnight polygraphic study. The two groups were matched for age, gender and ejection fraction. Patients were late middle-aged (65 ± 7 vs. 63 ± 10 years, P=0.23), white (100 %) and over-weight (BMI 27.3 ± 3.6 vs. 27.2 ± 4.6 kg/m2, P=0.97).
Results – The prevalence of sleep apnea, defined as an apnea-hypopnea index (AHI) of >5 per hour of sleep, was 87 % in patients with therapy-resistant AF compared to 48 % in the control cohort (P=0.005). In addition, OSA was more severe in the resistant AF group indicated by a significantly higher AHI (27 ± 22 vs. 12 ± 16, P=0.01).
Conclusion - The extraordinarily high prevalence of sleep apnea in patients with recurrent paroxysmal AF supports its presumable role in the pathogenesis of AF and demands further controlled prospective trials. Moreover, OSA should inherently be considered in patients with therapy resistant AF.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 10.12.2012