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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Radiomarkierung, Derivatisierung und Biodistribution eines Somatostatin-NOC-Analogons
Autor Torjan Magne Haslerud
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung In dieser Arbeit wurde das von der Firma Bachem im Auftrag angefertigte Somatostatinanalogon DHis-DLys-NOC mit Technetium markiert. Die Markierung mittels 99mTc(C0)3(H20)3erfolgte mit sehr guter Ausbeute mit Hilfe des IsoLink-Kits. Das Peptid konnte mit hohen Ausbeuten sowohl mit DOTA als auch mit TMSA problemlos derivatisiert werden. Zusätzlich wurde das DHis- DLys-NOC mittels des stabilen rheniumanalogen Carbonylreagenz zwecks Rezeptoraffinitätsuntersuchung umgesetzt. Hier zeigte sich erwartungsgemäß ein Rezeptorbindungsvermögen im nanomolaren Bereich, jedoch nahm die Affinität um etwa einen Faktor 10 ab durch die Einführung der Carbonylgruppe. Zudem wurde das DOTA-Derivat mit Lutetium markiert und ebenfalls in Bioverteilungsstudien untersucht. Die drei 99mTc-carbonyl-Derivate wurden auf Serumstabilität, Proteinbindung im Blut, sowie die Rezeptoraffinität und Pharmakokinetik untersucht.
Bei allen untersuchten Verbindungen war eine ähnliche Affinität zum sstr2-Rezeptor festzustellen, wobei die Affinität um etwa einen Faktor 10 sinkt durch die Komplexierung mit Rhenium. Alle drei 99mTc-markierten Derivate sind über 24 Stunden im Serum stabil und zeigen eine hohe Proteinbindung. Erwartungsgemäß im Sinne einer Lipophiliereihenfolge war sie bei dem underivatisierten am geringsten und bei dem TMSA-derivatisierten Peptid am meisten ausgeprägt. In der Bioverteilungsstudie zeigt das Tc-Carbonyl-DOTA-Peptid unter den Tc-99mmarkierten Verbindungen die günstigsten Eigenschaften bezüglich einer erwünschten renalen Ausscheidung, aber auch bei dieser Substanz wie bei den anderen Tc-Derivaten ist eine deutliche proteinbindungsbedingte Retention im Blut, Gastrointestinaltrakt und in der Leber zu sehen. [177Lu]-DOTA-NOC erwies sich als das Derivat, das am ehesten die erwünschten pharmakokinetischen Eigenschaften, mit vorwiegend renaler Elimination und niedriger Serumproteinbindung, besitzt.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 24.07.2012