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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Impact of regulatory measures on international trade in meat products
Autor Simon Wilhelm Schlüter
Publikationsform Dissertation
Abstract The impact of regulatory measures on trade and welfare is assumed to be non-uniform: Regulations may have negative, no, or even positive trade and welfare effects. Therefore, the impacts of different specific regulatory measures are systematically compared with each other in two case studies. The applied quantitative models and their implementation are theoretically as well as economically derived and possible alternatives are discussed.
Employing a non-linear gravity model with fixed effects being estimated by Poisson pseudo-maximum likelihood, the differing quantitative effects of applied regulatory measures that govern international trade in meat are analyzed in the first case study. Additionally, regulations are identified which most adequately conform to the trade restrictiveness provisions of the Sanitary and Phytosanitary Agreement and the Technical Barriers to Trade Agreement. Especially production process requirements and requirements for handling meat after slaughtering are identified to be trade restrictive, whereas other analyzed requirements are even trade promoting.
Using a sample selection seemingly unrelated regression gravity model and a spatial Takayama-Judge partial equilibrium model, the second case study analyzes a change in a specific regulation related to biohazards to identify trade and welfare changes of different policy options. Poultry meat and avian influenza-related regulatory measures are used as examples. Spread and transmission risks according to the disease status of countries are considered. The econometric model shows that for non-heat-treated poultry meat a general ban leads to a near breakdown of trade, whereas complying with the principle of regionalization has a clear positive trade impact in comparison to a situation without any regulatory policy. For heat-treated poultry meat these plausible outcomes could not be replicated. The simulation model results confirm the negative welfare impact of currently implemented regulatory policies and indicate that significant trade reorganization occurs.
The thesis ends with a summary of the major findings and gives recommendations for further research. It surely advances existing literature in comparing systematically and quantitatively the trade and welfare effects of different regulatory measures, but it fails in giving standardized advice to policy makers how to generally identify the optimal regulatory solutions.
Zusammenfassung Einfluss von regulatorischen Maßnahmen auf den internationalen Handel mit Fleischprodukten
Die Dissertation ‚Einfluss von regulatorischen Maßnahmen auf den internationalen Handel mit Fleischprodukten‘ untersucht unter Zuhilfenahme quantitativer ökonomischer Modelle die Auswirkungen verschiedener regulatorischer Maßnahmen auf den internationalen Fleischhandel und auf die Wohlfahrt. Dabei werden regulatorische Maßnahmen als Instrumente zur Korrektur von Marktineffizienzen verstanden, die mit Produktion, Verteilung und Konsum von Agrarprodukten in Verbindung stehen.
Die Auswirkungen regulatorischer Maßnahmen auf Handel und Wohlfahrt können nicht als gleichgerichtet angenommen werden: Maßnahmen können negative, keine oder sogar positive Handels- und Wohlfahrtseffekte zur Folge haben. Deshalb werden in zwei Fallstudien die Effekte verschiedener spezifischer regulatorischer Maßnahmen systematisch miteinander verglichen. Die verwendeten quantitativen Modelle und ihre praktische Ausführung werden theoretisch und ökonomisch hergeleitet und mögliche Alternativen diskutiert.
In der ersten Fallstudie wird ein nicht-lineares Fixed-Effects Gravitätsmodell mittels Poisson Pseudo-Maximum Likelihood geschätzt. Dabei werden die sich voneinander unterscheidenden quantitativen Handelswirkungen verwendeter Maßnahmen zur Regulierung des internationalen Fleischhandels ermittelt. Darüberhinaus werden solche Maßnahmen identifiziert, die den Vorgaben des Abkommens über sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen sowie des Übereinkommens über technische Handelshemmnisse hinsichtlich handelsverzerrender Auswirkungen am besten entsprechen. Besonders Bestimmungen über Produktionsprozesse und Bestimmungen über den Umgang mit Fleisch nach der Schlachtung werden als handelsverzerrend identifiziert, wohingegen andere untersuchte Maßnahmen den Handel sogar anregen. In einer zweiten Fallstudie werden die Auswirkungen verschiedener regulatorischer Politiken auf Handel und Wohlfahrt mittels eines Sample Selection Seemingly Unrelated Regression Gravitätsmodells und eines räumlichen und partiellen Takayama-Judge Gleichgewichtsmodells aufgezeigt. Geflügelfleisch und Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung von Vogelgrippe dienen als Besispiel, wobei das Risiko der Ausbreitung und der Übertragung von Vogelgrippe berücksichtigt wird. Die ökonometrische Analyse verdeutlicht, dass ein allgemeines Einfuhrverbot für nicht-hitzebehandeltes Geflügelfleisch den Handel mit diesem Produkt quasi zum Erliegen bringt, wohingegen die Anwendung des Prinzips der Regionalisierung deutlich handelssteigernd wirkt. Diese eingängigen Ergebnisse können für hitzebehandeltes Geflügelfleisch nicht bestätigt werden. Die Ergebnisse des Simulationsmodells bekräftigen die negativen Wohlfahrtswirkungen der zurzeit geltenden regulatorischen Instrumente, und machen deutlich, dass Handelsströme in Abhängigkeit vom jeweiligen Seuchenstatus der betrachteten Länder umgeleitet werden.
Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und Vorschläge für weitergehende Untersuchungen gegeben. Die Dissertation geht klar über vorhandene Literatur hinaus, da in ihr erstmals Handels- und Wohlfahrtseffekte verschiedener regulatorischer Maßnahmen systematisch und quantitativ miteinander verglichen werden. Sie erreicht allerdings nicht das Ziel, politischen Entscheidungsträgern standardisierte Handlungsempfehlungen anzubieten, wie generell die besten regulatorischen Lösungen gefunden werden können.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 22.06.2012