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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2012

 

Titel Nivellierungseffektivität und initiale Kraftsysteme verschiedener Bracket/Drahtbogen-Kombinationen bei kombinierter Zahnfehlstellung
Autor Sue Holtmann
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Hintergrund und Ziel: Selbstligierenden Brackets wird häufig eine erhöhte klinische Effektivität, geringere Reibung sowie reduzierte Kraftgröße zugesprochen. Ziel dieser in-vitro-Untersuchung war es daher, die Nivellierungseffektivität sowie wirkende Nivellierungs-kräfte verschiedener Bracket/Drahtbogen-Kombinationen anhand einer vordefinierten kombinierten Zahnfehlstellung an einem Replika-Frasaco-Modell miteinander zu vergleichen. Dabei war ein wichiger Aspekt festzustellen, ob sich die konventionellen Bracketsysteme mit der elastischen- oder der Stahlligatur anders verhalten als die selbstligierenden Brackets.
Material und Methodik: Es wurden drei konventionelle (Mini Taurus, RMO; Synergy, RMO; Victory Series, 3M Unitek) sowie drei selbstligierende Bracketsysteme (Speed, Strite; Smart Clip, 3M Unitek; Time 3, American Orthodontics) untersucht. Alle Brackets hatten einen 0.018 inch-Slot (0,46 mm) und wurden, mit Ausnahme der selbstligierenden Systeme, mit einer Stahlligatur (0,25 mm, Remanium, Dentaurum) und einer elastischen Gummiligatur (Ø 1,3 mm Dentalastics, Dentaurum) getestet. Folgende Runddrähte wurden verwendet: Edelstahl-Drahtbogen (0,30 mm, 3M Unitek), Koaxial/Stahl-Drahtbogen (0,38 mm, Advanced Orthodontics), Thermalloy- und Orthonol-Drahtbogen (beide 0,30 mm, RMO). Das Ortho-dontische Mess- und Simulations-System (OMSS) diente zur Simulation einer vordefinierten, kombinierten Zahnfehlstellung (Infraokklusion sowie vestibuläre Verlagerung des Zahns 21 um jeweils 2 mm) an einem Replika-Frasaco-Modell. Es wurden jeweils die initialen Kraft-systeme sowie die in der Simulation erreichte Zahnstellungskorrektur ermittelt. Für jede Materialkombination wurden vier Brackets vom gleichen Hersteller untersucht und jeweils vier Einzelmessungen durchgeführt.
Ergebnisse: Initiale Kraftsysteme und erzielte Zahnbewegungen variierten deutlich bei den verschiedenen Materialkombinationen in Abhängigkeit vom verwendeten Ligatursystem sowie Drahtbogentyp. Die erzeugten Kraftsysteme waren in den Einzelmessungen jedoch gut reproduzierbar. Selbstligierende und stahlligierte konventionelle Bracketsysteme unter-schieden sich in ihren Nivellierungs- sowie Kraftergebnissen nur in Einzelfällen signifikant voneinander. Beide Systeme korrigierten die kombinierte Zahnfehlstellung zu durch-schnittlich 78-99 %. Gummiligierte konventionelle Brackets unterschieden sich dagegen meist signifikant von den beiden o.g. Bracketsystemen und zeigten merklich höhere Kräfte sowie eine durchschnittlich um 60 % geringerer Nivellierungseffektivität.
Schlussfolgerung: Die vorliegende Untersuchung hat ergeben, dass nicht nur den in der Literatur häufig mit Vorteilen beworbenen selbstligierenden Bracketsystemen eine Präferenz auszusprechen ist, es können ebenfalls gleichwertige Korrekturrgebnisse mit stahlligierten konventionellen Bracketsystemen erreicht werden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 24.07.2012