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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2011

 

Titel Orte der Muße und Repräsentation
Zu Ausstattung und Funktion römischer Loggien (1470–1527)
Autor Jutta Allekotte
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Eine Loggia ist nicht nur ein prägnantes architektonisches Merkmal oder ein geschützter und zugleich luftiger Raum, der einen schönen Ausblick bietet; sie ist darüber hinaus vor allem Ausdruck einer sublimierten Lebenskultur. Neben ihrem ästhetischen Wert und ihren Aufenthaltsqualitäten eröffnete sie wie kaum ein anderer Raumtyp die Möglichkeit einer exemplarischen Antikenrezeption auf zahlreichen Ebenen. Nicht zuletzt hierin liegt der hohe Stellenwert begründet, den die Loggia als luxuriöser Wohn- und Repräsentationsraum im 15. und 16. Jahrhundert in Rom, aber auch andernorts, genoß.
Ziel der Studie ist es, das komplexe Phänomen des Raumtyps „Loggia“ in seinen vielschichtigen funktionalen wie auch ästhetischen, inhaltlichen und kulturgeschichtlichen Bezügen zu fassen. Die Auswertung von Schriftquellen zur konkreten Nutzung der Räume, Äußerungen der Kunst- und Architekturtheorie sowie literarisch überlieferte Vorstellungen von antiker Lebenskultur tragen dabei ebenso zum Erkenntnisgewinn bei wie die Analyse von Grundrissen und architektonischen Formen oder Untersuchen zu ikonographischen und formalästhetischen Fragestellungen. Topographisch ist der Fokus auf Rom gerichtet, da die Loggia gerade hier in den Jahren um 1500 unter Beteiligung der bedeutendsten Auftraggeber und Künstler – v.a. durch Pinturicchio und Raffael – Prägungen erfuhr, die für spätere Jahrzehnte maßstabsetzend waren. Exemplarisch sei hier auf so bedeutende Werke wie die Loggien der Villa Belvedere, der Farnesina, des Vatikanpalastes oder der Villa Madama verwiesen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 21.11.2011