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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2011

 

Titel Wachstumsentwicklung von Zwillingen in den ersten zwei Lebensjahren nach intrauteriner Laserablation bei fetofetalem Transfusionssyndrom
Autor Sahra Bektas
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Ziel der Arbeit: Ein wichtiges Merkmal des fetofetale Transfusionssyndrom ist das diskordante Wachstum der betroffenen Zwillingskinder. Mit Einsatz der Lasertherapie kann die Diskordanz der auxologischen Maße bis zur Geburt deutlich reduziert werden. Das Ziel der vorliegenden Studie war es den postpartale Wachstumsverlauf der betroffenen Kinder zu verfolgen.
Methoden: retrospektive Erhebung der Daten zu Körpergewicht, Körperlänge und Kopfumfang innerhalb der ersten zwei Lebensjahre von 144 Kindern (64 Donatoren (44%) und 80 Akzeptoren (55%)) bei denen während der Schwangerschaft ein FFTS aufgetreten war, welches im Zeitraum zwischen Januar 2004 und November 2006 mit fetoskopischer Laserablation behandelt wurde.
Ergebnisse: Mittleres Gestationsalter bei Geburt: 33+5 SSW. Bei Geburt lag der Mittelwert des Gesamtkollektives in allen drei Messwerten unterhalb des Mittelwertes der altersentsprechenden Normalpopulation mit signifikant niedrigeren Werten der Donatoren im Vergleich zu den Akzeptoren. Nach einer initialen extrauterinen Wachstumsverzögerung kam es innerhalb der ersten 6 Lebensmonate zu einem raschen Aufholwachstum, wobei sich zunächst der Kopfumfang, dann das Körpergewicht und als letztes die Körperlänge erholen konnte. Die Diskordanz von Körperlänge und Körpergewicht hatte sich zu diesem Zeitpunkt signifikant verringert. Die Messwerte des Kopfumfang wiesen keinen signifikanten Unterschied mehr zwischen Donator und Akzeptor auf.
Schlussfolgerung: Das postpartale Wachstum der untersuchten Kinder ist vergleichbar mit dem monochorialer Zwillinge ohne FFTS. Bei erfolgreicher Laserablation ist somit kein Nachteil für den postpartalen Wachstumsverlauf von FFTS-Kindern zu erwarten. Dies gilt gleichermaßen für Donatoren und Akzeptoren.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 02.12.2011