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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2010

 

Titel Zwischen Anaxagoras und Aristoteles
das Problem der Prädikation in der klassischen Darstellung der Ideenlehre
Autor Sergio Reinel Ariza Rodríguez
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Sind die platonischen Ideen abstrakte Eigenschaften und lässt sich die Ideenlehre dementsprechend als eine Prädikationstheorie betrachten? Oder ist die Metaphysik Platons in dieser Hinsicht näher an der vorsokratischen Philosophie, als man traditionell angenommen hat und die Eigenschaften immer noch als Art Stoffe konzipiert werden, wie diejenige, die wir aus der Philosophie Anaxagoras kennen? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit diesem Disjunktiv und schlägt eine Zwischenlösung vor. Zunächst wird festgestellt werden, dass das Interesse Platons für Relativprädikate in den Dialogen der mittleren Phase im Zusammenhang mit der Konzeption der Eigeschaften als materielle Stoffe steht. Daraus wird gezeigt werden, dass das bekannte Problem der Kopräsenz von Gegensätzen nichts anderes ist, als eine von Platon ausgedachte Strategie, deren Zweck die Entdeckung der Schwächen, die in der Konzeption der Relativprädikate als materielle Stoffe liegen. Es wird trotzdem festgehalten, dass diese Kritik nicht dazu führt, die anaxagoreische Stofflehre im Ganzen abzulehnen, sondern nur ihren Materialismus. Demzufolge bleiben Ideen als Art Stoffe konzipiert, aber ihr abstrakter Charakter wird erkannt werden. Es wird gezeigt werden, dass das platonische Prädikationsmodell nicht in der Nähe dessen des Aristoteles, sondern in der Nähe der modernen Tropentheorie steht. Schliesslich wird das vorgeschlagene Prädikationsmodell an einer bekannten Textstelle der Politeia V angewendet, in der Platon zwischen Meinung und Wissen unterscheidet.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 18.08.2010