Hinweis zum Urheberrecht | Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5N-21569

 

Medizinische Fakultät - Jahrgang 2010

Titel Untersuchung zu Wirksamkeit und Verträglichkeit der Dauertherapie eines Langzeit-β2-Sympathomimetikums als Pulverinhalator bei Kindern mit Asthma bronchiale
Autor Gabriele Oepen
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Das Ziel der vorliegenden Studie war es, erstmalig die Langzeit-Wirksamkeit und Sicherheit des Formoterol Turbohalers® bei Kindern in der Dosierung von 4,5 μg und 9 μg zweimal täglich während drei Monaten zu untersuchen. Die primäre Wirksamkeitsvariable war der Morgen-PEF, welcher täglich in die Tagebücher eingetragen wurde. Der Effekt von Formoterol zeigte sich nur wenige Tage nach Beginn der Behandlung. Die maximale Wirkung beider Formoterol-Dosierungen wurde innerhalb von zwei Wochen erreicht.
Außer im letzten Behandlungsmonat zeigte sich ein statistisch signifikanter Behandlungsunterschied beim Morgen-PEF für beide Formoterol-Gruppen gegenüber Placebo. Während des letzten Behandlungsmonats blieb der Behandlungseffekt von Formoterol auf einem konstanten Level. Die Morgen-PEF-Werte der Placebo-Gruppe nahmen jedoch während dieser Zeit zu, wodurch die statistische Analyse des gewählten primären Endpunktes (die letzten 28 Tage der Behandlungsphase) keine statistische Signifikanz erreichte.
Der Placeboeffekt war bemerkenswert, wobei ein Effekt von 20-30% in fast allen kontrollierten Therapiestudien vorkommt und beispielsweise auf die verbesserte Compliance zurück geführt werden kann.
Der positive Effekt von Formoterol konnte auch am Verbrauch der Notfallmedikation aufgrund von Asthmasymptomen abgelesen werden. Obwohl die meisten Kinder und Jugendlichen von keinen oder nur wenigen Asthmasymptomen während der Einlaufphase berichteten, konnte mit Formoterol in der Dosierung von 9 μg b.i.d. der Verbrauch der Notfallmedikation während der Studie weiter reduziert werden. Beide Dosierungen waren bezogen auf den Morgen-PEF im Vergleich zu Placebo in den ersten beiden Behandlungsmonaten und bezogen auf FEV1 sogar bei der Analyse des gesamten Behandlungszeitraums statistisch signifikant besser wirksam.
Das Risiko einer Toleranzentwicklung während der Behandlung mit langwirksamen β2-Agonisten wurde diskutiert. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass der Effekt beider Formoterol-Dosierungen auf den Morgen-PEF nach drei Monaten der gleiche war, wie nach dem ersten Behandlungsmonat und der Bedarf an Notfallmedikation nicht zunahm. Es gab allerdings zum Ende der Studie hin einen abfallenden Trend in den prä-inhalativen FEV1-Werten bei beiden Formoterol-Gruppen. Außerdem zeigten die FEV1-Werte nach Inhalation von Terbutalin, dass das gleiche maximale Ausmaß an Bronchodilatation während der gesamten Studie für beide Formoterol-Dosierungen erreicht wurde. Die Anzahl der berichteten SAEs war insgesamt gering und für kein SAE wurde ein kausaler Zusammenhang mit dem Prüfmedikament hergestellt. Während der Studie kam es zu einem Todesfall, der nicht ursächlich auf die Anwendung des Prüfmedikamentes zurückgeführt wurde. Alle Studienabbrüche aufgrund von AEs, außer bei dem verstorbenen Patienten, waren auf die Grunderkrankung zurückzuführen. Die Anzahl der AEs war in den Formoterol-Gruppen niedriger als in der Placebo-Gruppe.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Formoterol, verabreicht durch den Turbohaler® in der Dosierung von 4,5 und 9 μg zweimal täglich, in der Behandlung asthmatischer Kinder mit Asthmaschweregrad II und III über einen Behandlungszeitraum von drei Monaten hinweg als wirksam und sicher erwiesen hat.
Komplette Version pdf-Dokument (2 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 08.07.2010