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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2010

Titel `Nur das erste Wort ist schwer´
Erzählanfänge in den novellistischen und biographischen Texten Stefan Zweigs
Autor Madlen Hunger
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählanfänge in den novellistischen und biographischen Texten Stefan Zweigs im Hinblick auf ihre Verweisstärke ins Textganze. Der Fokus richtet sich dabei auf die Frage, ob und inwiefern diese Erzähleingänge in ihrer Anlage bereits Hinweise auf die Hauptmotivik des Textes enthalten und dadurch bereits von Beginn an stringent zu den Kernaussagen des Textes hinführen.
Die Wahl des Untersuchungsgegenstandes fiel auf das biographische und novellistische Werk Zweigs, da dieses einen Großteil seines Schaffens bestimmte. In ihren Merkmalen und Anforderungen weisen die beiden Gattungen große Unterschiede auf. Insbesondere die reine Fiktionalität der Novelle und die Referentialität der Biographie fällt dabei ins Auge. Die Untersuchung verspricht daher einen Erkenntnisgewinn über die Sicht Zweigs von Größen wie Faktizität, Authentizität und Wahrheit. Dies kann angesichts der großen Popularität, derer sich der Autor zu seinen Lebzeiten erfreute, auch Aufschluss geben über die Wirkung, die Zweig auf den Zeitgeist während der hochsensiblen Zeit vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialistische Partei hatte.
Die Untersuchung erfolgt anhand ausgewählter Texten, die ein möglichst breites Spektrum sowohl in chronologischer als auch in gestalterischer Hinsicht abdecken. Die Erzähleingänge dieser Texte werden – orientiert an der Aufgliederung Genettes – auf ihre Aussagen hin befragt und anschließend ins Verhältnis mit der Motivik des Gesamttextes gesetzt. Als Ergebnis der Analysen zeigen sich fein verwobene Textanlagen, in deren Anlage bereits erste Signale der weiteren Entwicklungen gesetzt sind. Dies gilt für die novellistischen und für die biographischen Werke gleichermaßen und lässt das Zweigsche Schaffen – in Verbindung mit weiteren Merkmalen der Zweigschen Texte gesehen – als Streben auf der einen Seite nach größtmöglicher Authentizität des Fiktionalen und auf der anderen Seite nach Beherrschbarkeit des realen Lebens erscheinen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 27.05.2010