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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2010

Titel Paroxysmales Vorhofflimmern bei Schrittmacherpatienten
Einfluss präventiver Stimulationsalgorithmen auf das Verteilungsmuster der Induktionsszenarien
Autor Susanne Maria Kruse
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Beim Vorhofflimmern handelt es sich um die häufigste anhaltende Rhythmusstörung des Herzens. Ziel vieler Studien war es, Vorhofflimmern durch präventive Stimulation mittels Schrittmacher zu verhindern.
Folgende Fragen sollen mit dieser Dissertation beantwortet werden: Welchen Einfluss haben präventive Stimulationsalgorithmen eines DDD-Schrittmachers auf das Verteilungsmuster der Vorhofflimmer-Induktionsszenarien und verändern sich die Charakteristika der unterschiedlichen Flimmertypen?
Es bestätigte sich, dass in der Diagnostikphase 53,6 % der Patienten Triggerflimmerer und die übrigen 46,4 % Substratflimmerer waren. In der Therapiephase blieb das Verhältnis zwar gleich, allerdings wechselten ca. 26 % den Flimmertyp. So bestand ein signifikanter Zusammenhang zum einen zwischen der Aktivierung der SVES(Supraventrikuläre Extrasystole)-Unterdrückung und der Post-SVES-Adaption und dem Wechsel der Trigger- zu den Substratflimmerern und zum anderen zwischen der Aktivierung der Stimulationskonditionierung und dem Wechsel der Substrat- zu den Triggerflimmerern. Die Häufigkeit bzw. Gesamtdauer des Vorhofflimmerns wurde jedoch nicht signifikant beeinflusst.
Insgesamt bestätigte sich eine große Streubreite der verschiedenen Induktionsszenarien von Vorhofflimmern. Betrachtet für das Gesamtkollektiv wird durch die Aktivierung der Präventionsalgorithmen im Gegensatz zur Diagnostikphase der „Sudden Onset“ als häufigster Induktor nachgewiesen und die in der Diagnostik häufigsten „SVES-abhängigen“ Onsets von 58 auf 45 % reduziert. In der Subgruppe der Triggerflimmerer bestätigte sich mit 68,8 % in der Diagnostik- und 59,7 % in der Therapiephase ein deutliches Überwiegen der „SVES-abhängigen“ Induktionsmechanismen.
Bei den Substratflimmerern liegt der Schwerpunkt der Onset-Szenarien eindeutig beim „Sudden Onset“, nämlich 51,6 % in der Diagnostik- und 70,1 % in der Therapiephase.
Unabhängig davon, ob das Gesamtkollektiv oder die Subgruppen angesehen wurden, fiel eine breite Varianz der Induktionsmechanismen für den einzelnen Patienten auf. Es gelang durch Aktivierung der Präventionsalgorithmen eine signifikante Reduktion der im Mittel vier (maximal 6) verschiedenen Onsets in der Diagnostikphase auf im Mittel zwei (maximal 4).
Zusammenfassend können folgende Aussagen getroffen werden: Durch die verwendete diagnostische Schrittmacher-Software konnten in diffiziler Weise die Induktionsszenarien für Vorhofflimmern dokumentiert werden. Durch das Einschalten der Präventionsmechanismen änderte sich bei einem Viertel der Patienten der ursprüngliche Flimmertyp und es wurde eine signifikante Homogenisierung der Onset-Mechanismen bei dem einzelnen Patienten erreicht.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 08.07.2010