Untersuchungen zur Lagerungsdichte bei der Futterkonservierung in Folienschläuchen

Gerd-Christian Maack

Zusammenfassung

 

Die Futterkonservierung im Folienschlauch ist ein als Alternative zur Flach- und Hochsilotechnik entwickeltes Verfahren, das seit seiner Erfindung vor 40 Jahren weiterentwickelt und dadurch auch hinsichtlich der Einlagerungsleistung erheblich verbessert wurde. Im Sinne der Sicherung der Futterqualität und der Minimierung der während der Siloentnahme durch aeroben Stoffumsatz verursachten Verluste ist auch bei diesem Verfahren die Siliergutverdichtung von bedeutendem Einfluss.

Ziel der Arbeit war zunächst eine Analyse der im Praxiseinsatz erzielten Lagerungsdichten und eine Einordnung der Ergebnisse auf Basis von im Labor durchgeführten Messreihen zur Porosität von Maissilage in Abhängigkeit von Lagerungsdichte und TS-Gehalt. Anschließend wurden Möglichkeiten zur Optimierung der Steuerung des Pressprozesses untersucht, da sich die manuelle Regelung des Pressdruckes durch den Maschinenbediener oft als kritischer Punkt im Hinblick auf die erzielte Gutverdichtung gezeigt hat. Für die erforderlichen Untersuchungen wurde eine spezielle Versuchsschlauchpresse konstruiert.

Die gemessene Lagerungsdichte in den untersuchten Siliergütern Mais, Gras, Luzerne, Lieschkolbenschrot und Pressschnitzeln lag auf vergleichbarem Niveau mit den in früheren Untersuchungen an Flachsilos festgestellten Dichten, wobei auch in Folienschläuchen gegenüber der Kernzone eine deutliche Abnahme der Lagerungsdichte von 20 bis 30 % zum oberen und seitlichen Rand der Anschnittsflächen festgestellt wurde. Die Zunahme der TS Dichte mit steigendem TS-Gehalt der Siliergüter ist insgesamt gering, jedoch abhängig vom Siliergut. Die erwünschte Konstanz der Porosität auf einem Niveau von < 40 % wird deshalb bei steigenden TS-Gehalten nicht erreicht. Somit ist für die Vermeidung von Nacherwärmung auch bei der Folienschlauchsilierung auf die Einhaltung der anzustrebenden TS-Gehalte zu achten.

Wie auch bei manueller Druckanpassung wird bei der zur Optimierung der Schlauchfüllung entwickelten automatisierten Pressdruckregelung die Schlauchdehnung als Regel-größe benutzt. Diese wird unter Verwendung von Abstandssensoren aus der sich ergebenden Schlauchhöhe und -breite errechnet und der Bremsdruck auf Basis von Sollwerten der Dehnung angepasst. Die ständige Kontrolle der Schlauchmaße und die zeitnahe Anpassung des Bremsdruckes ermöglicht die Verdichtung von Siliergut bei nahezu konstanter Schlauchdehnung und somit eine verbesserte Ausnutzung der beim Pressprozess möglichen Gutverdichtung.

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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 24.02.2010