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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2009

Titel Die Deutschland- und Ostpolitik der ersten Großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland (1966-1969)
Autor Martin Winkels
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Als sich im Herbst 1966 die Große Koalition in der Bundesrepublik Deutschland gebildet hatte, stand sie vor großen Herausforderungen. Denn es war ein Zeitabschnitt, in dem sich die außenpolitischen Rahmenbedingungen gravierend wandelten und die deutsche Wiedervereinigung in weiter Ferne stand.
Der Berliner Mauerbau hatte die deutsche Teilung zementiert, und das bundesdeutsche Verhältnis zu Moskau war sehr frostig. Dabei entschied die Große Koalition nun nicht darüber, ob überhaupt eine neue deutschland- und ostpolitische Initiative ergriffen werden sollte. CDU/CSU und SPD waren sich darüber einig, dass die Politik nach Osten erneuert und erweitert und die Bonner Politik in die internationale Entspannungspolitik eingebetet werden musste. Die spannende Frage war nun, wer unter den Koalitionspartnern die Deutschland- und Ostpolitik nach eigenen Maßstäben und Prioritäten umsetzen würde. Die Große Koalition versuchte nun festzustellen, inwieweit gemeinsame neue Wege in Bezug auf die Hallstein-Doktrin und die Nichtanerkennung der Oder-Neiße-Grenze beschritten werden konnten, ohne dadurch der DDR in der blockfreien Welt eine nicht erwünschte Aufwertung zu ermöglichen.
Im Zuge dieser Dissertation werden die internen deutschland- und ostpolitischen Diskussionen der Großen Koalition und damit der Kampf zwischen den unterschiedlichen deutschland- und ostpolitischen Generallinien von CDU/CSU und SPD, der bald sichtbar wurde und zunehmend Spannungen in der Großen Koalition erzeugte, analysiert. Somit handelt es sich bei dieser Untersuchung um eine quellennahe Gewichtung von drei Schlüssel-jahren in der Zeitspanne zwischen der Adenauer-Ära und der sozial-liberalen Ära, wobei versucht wird, die Amtszeit der Großen Koalition als eine eigenständige Periode hervor-zuheben, sie als eine Testphase der Neuorientierung in der Deutschland- und Ostpolitik zu charakterisieren, als einen Zeitabschnitt, in dem sich die außenpolitischen Rahmenbedingungen gravierend wandelten, und schon länger existierende deutschland- und ostpolitische Kernprobleme dringend geklärt werden mussten.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 07.12.2009