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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2009

Titel Deutsche Adaptation und Validierung des Mentor Role Instruments (MRI) von Ragins & McFarlin mit multiplen Datenquellen
Längsschnittstudie zur Diagnostik von Mentoring - Unterstützung bei Führungsnachwuchskräften
Autor Paula B. Schneider
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Mentoring hat in den letzten Jahren in Forschung und Praxis eine große Beachtung gefunden. Bisher liegt jedoch noch kein anerkanntes, validiertes deutschsprachiges Instrument zur Erfassung von Mentoring am Arbeitsplatz vor. Dieses stellt ein erhebliches Defizit für den deutschen Sprachraum dar. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird daher ein angesehenes englischsprachiges Instrument (vgl. z.B. Bates, 2003; Castro & Scandura, 2004; McManus, 2007), mit dem Mentoring differenziert erfasst werden kann, adaptiert und validiert: Das Mentor Role Instrument (MRI) nach Ragins und McFarlin (1990).
Die vorliegende Validierungsarbeit ist eine Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten. Die verwendete Stichprobe besteht aus Führungsnachwuchskräften der deutschen Wirtschaft (Protegés, N = 338), ihren Mentoren (N = 264) und ihren Kollegen (N = 275), so dass die jeweilige Mentoring-Beziehung aus drei Perspektiven untersucht werden kann.
Im Rahmen des Validierungskonzeptes werden verschiedene Methoden angewendet, um die Reliabilität und Validität der Protegé-, Mentor- und Kollegen-Versionen des deutschsprachigen Mentor Role Instrument zu überprüfen. Als erstes wird auf die Homogenität und die Struktur der Dimensionen und Facetten des Fragebogens eingegangen. Diese Gruppe von Methoden bezieht sich demnach direkt auf die verschiedenen Versionen des Erhebungsinstrumentes. Bei der zweiten Gruppe steht die ermittelte Mentoring-Unterstützung im Vordergrund. So wird u.a. die Stabilität der Unterstützung im Laufe der Beziehung untersucht und die Beurteilerübereinstimmung von Protegé, Mentor und Kollege in Bezug auf das Ausmaß der Unterstützung im Sinne von Urteilskonvergenzen und ihren Grenzen überprüft. Bei der dritten Gruppe werden neben dem Mentoring weitere Konstrukte berücksichtigt. Dabei werden soziodemographische, persönlichkeitsbezogene und situative Einflussfaktoren untersucht, karrierebezogene Auswirkungen betrachtet und Beziehungen zu verwandten Konstrukten dargestellt.
Die Befunde der verschiedenen Analysen weisen darauf hin, dass die adaptierte Fassung des Mentor Role Instruments die angelegten psychologischen Gütekriterien für Testverfahren erfüllt. Der vorliegende Fragebogen ist damit sowohl in der Forschung als auch in der Praxis dazu geeignet, um das erhaltene (Perspektive des Protegés), das gegebene (Perspektive des Mentors) und das beobachtete Mentoring (Perspektive des Kollegen) im deutschen Sprachraum detailliert zu erfassen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 1.12.2009