Hinweis zum Urheberrecht | Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5N-17641

Medizinische Fakultät - Jahrgang 2009

 

Titel Effekte minimal-invasiver fetoskopischer Eingriffe auf die Hämodynamik und den Lungenwassergehalt der Schwangeren unter Vollnarkose
Autor Kristina Tchatcheva
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Fetalchirurgische Engriffe, bei denen eine Laparotomie erforderlich ist, sind mit einer erhöhten maternalen Morbidität assoziiert. Insbesondere das maternale Lungenödem als Folge der für die offenen fetalchirurgischen Eingriffe notwendigen hohen Tokolytikadosierung und die spezielle Narkoseführung, bei der hohe Dosierungen an Inhalationsanästhetika verwendet werden, ist in diesem Zusammenhang ein relevantes Problem. Die Entwicklung minimal-invasiver fetoskopischer Operationstechniken hat unter anderem das Ziel, den Tokolytikabedarf und Anästhetikabedarf zu reduzieren und damit diese Komplikation zu minimieren.Das Ziel dieser Studie war, die Effekte minimal-invasiver fetalchirurgischer Eingriffe auf die maternale kardio-pulmonale Funktion und den Lungenwassergehalt zu untersuchen. Es wurden 13 Patientinnen in die Studie eingeschlossen, bei deren Feten unterschiedliche fetale Erkrankungen vorlagen und die sich den Eingriffen im zweiten und dritten Trimenon der Schwangerschaft unterzogen.
Die maternalen hämodynamischen Parameter, der Lungenwassergehalt und die pulmonalvaskuläre Permeabilitat wurden perioperativ und für 24 Stunden auf der Intensivstation mit der transpulmonalen Indikator- Dilutions- sowie pulmonalarteriellen Kathetertechnik bestimmt. Das Befinden der Feten wurde mittels Ultraschall und Kardiotokographie kontrolliert.
Wir konnten zeigen, dass minimal-invasive fetoskopische Eingriffe unter Verwendung von deutlich niedrigeren Inhalationsanästhetikadosierungen als bei offen fetalchirurgischen Eingriffen und relativ geringen Tokolytikagaben technisch gut durchführbar sind. Mit dem von uns angewendeten Anästhesieverfahren und dem kardio-pulmonalen Management basierend auf einer Überwachung des extravaskulären Lungenwassers entwickelte keine Frau ein klinisch apparentes Lungenödem. Trotzdem belegen unsere Messergebnisse einen gesteigerten maternalen Lungenwassergehalt und eine gesteigerte maternale pulmonalvaskuläre Permeabilität. Daher sollte die intravenöse Flüssigkeitszufuhr und die Applikation von relevanten intra-amniotischen Flüssigkeitsmengen auch während minimal-invasiver fetoskopischer Eingriffe streng bilanziert werden. Während technisch schwierigen und lang dauernden Operationen sollte die maternale kardiopulmonale Funktion mit der transpulmonale Indikator- Dilutionsmethode überwacht werden.
Komplette Version Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden pdf-Dokument (1 MB)

© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 23.11.2009