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Philosophische Fakultät - Jahrgang 2009

 

Titel Unterschiedliche Suggestionsbedingungen in der Behandlung der Primären Insomnie und ihre Zusammenhänge mit Trancetiefe, Suggestibilität und Imaginationsfähigkeit
Autor Melanie Schön
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Untersucht wurden die Auswirkungen verschiedener hypnotherapeutischer Bedingungen in einem multimodalen Schlafprogramm über sechs therapeutische Sitzungen auf die Veränderungen einzelner Schlafparameter bei 58 Schlafpatienten nach abgeschlossener Therapiephase sowie nach einem Katamnesezeitraum von drei Monaten.
Die interessierenden Schlafparameter wurden mit Hilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) von Buysse, Reynolds, Monk, Berman & Kupfer (1989) und einem elektronischen Schlaftagebuch erhoben. Weitere Messinstrumente waren der Freiberger Imaginations-, Relaxations- und Suggestibilitätstest (FIRST; Scholz, 2002), der Trancetiefetest nach Field (1965) sowie ein vierstufiges Trancetiefeselbstrating. Im hypnotherapeutischen Behandlungsbaustein kamen drei unterschiedliche Arten von Audio-CDs zum Einsatz, welche die Bedingungsmanipulation der Studie darstellten: Ausschließliche Entspannungsinstruktionen, ausschließliche Darbietung therapeutischer, metaphorischen Anekdoten sowie eine Kombination dieser beiden Elemente. Vier Hypothesen postulierten eine therapeutische Überlegenheit der Kombinationsbedingung. Ferner wurden in zwei Fragestellungen die Zusammenhänge von Trancetiefe, Suggestibilität und Imagination mit therapeutischen Verbesserungen und den Suggestionsbedingungen untersucht.
Insgesamt erwies sich das durchgeführte multimodale Therapieprogramm als äußerst effektiv, v.a. bei stärker belasteten Patienten. Die Hypothesen zur Überlegenheit der kombinierten Hypnosebedingung wurden zwar mittels Signifikanztestung nicht gestützt, konnten jedoch anhand von Effektstärkenberechnungen weitgehend bestätigt werden. Ferner fanden sich Einflüsse von Absorptions- und Imaginationsfähigkeit sowie des Gefühls, sich den Suggestionen nicht entziehen zu können auf verschiedene Parameter in unterschiedliche Richtungen. Zudem erwies sich ein schnelleres „in Trance fallen“ als günstiger Prädiktor für unmittelbare und katamnestische Therapieerfolge und Verbesserungen auf diversen PSQI-Variablen, wobei die kombinierte Bedingung das schnellere Erreichen eines tieferen Trancezustandes begünstigte.
Als Ausblick gilt es den konkreten Beitrag der Hypnotherapie an der Gesamtverbesserung des Schlafprogrammes in weiteren Untersuchungen näher zu beleuchten und v.a. gefundene Zusammenhänge zwischen früh erreichter Trancetiefe und therapeutischen Verbesserungen zu replizieren.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 21.01.2009