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Landwirtschaftliche Fakultät - Jahrgang 2008

 

Titel Digital Filtering Algorithms for Decorrelation within Large Least Squares Problems
Autor Christian Siemes
Publikationsform Dissertation
Abstract The GOCE (Gravity Field and steady-state Ocean Circulation Explorer) mission is dedicated to the determination of the Earth's gravity field. During the mission period of at least one year the GOCE satellite will collect approximately 100 million highly correlated observations. The gravity field will be described in terms of approximately 70,000 spherical harmonic coefficients. This leads to a least squares adjustment, in which the design matrix occupies 51 terabytes while the covariance matrix of the observations requires 72,760 terabytes of memory. The very large design matrix is typically computed in parallel using supercomputers like the JUMP (Juelich Multi Processor) supercomputer in Jülich, Germany. However, such a brute force approach does not work for the covariance matrix. Here, we have to exploit certain features of the observations, e.g. that the observations can be interpreted as a stationary time series. This allows for a very sparse representation of the covariance matrix by digital filters.
This thesis is concerned with the use of digital filters for decorrelation within large least squares problems. First, it is analyzed, which conditions the observations must meet, such that digital filters can be used to represent their covariance matrix. After that, different filter implementations are introduced and compared with each other, especially with respect to the calculation time of filtering. This is of special concern, as for many applications the very large design matrix has to be filtered at least once. One special problem arising by the use of digital filters is the so-called warm-up effect. For the first time, methods are developed in this thesis for determining the length of the effect and for avoiding this effect. Next, a new algorithm is developed to deal with the problem of short data gaps within the observation time series. Finally, it is investigated which filter methods are best adopted for the application scenario GOCE, and several numerical simulations are performed.
Zusammenfassung Digitale Filteralgorithmen zur Dekorrelation in großen kleinste-Quadrate Problemen
Die GOCE (Gravity Field and steady-state Ocean Circulation Explorer) Mission ist der Bestimmung des Erdschwerefeldes gewidmet. Während der Missionsdauer von mindestens einem Jahr wird der GOCE Satellit circa 100 Millionen hoch korrelierte Beobachtungen sammeln. Das Erdschwerefeld wird durch circa 70.000 sphärisch harmonische Koeffizienten beschrieben. Dies führt zu einem kleinste-Quadrate Ausgleich, wobei die Designmatrix 51 Terabytes benötigt während die Kovarianzmatrix der Beobachtungen 72.760 Terabytes erfordert. Die sehr große Designmatrix wird typischerweise parallel berechnet, wobei Supercomputer wie JUMP (Juelich Multi Processor) in Jülich (Deutschland) zum Einsatz kommen. Ein solcher Ansatz, bei dem das Problem durch geballte Rechenleistung gelöst wird, funktioniert bei der Kovarianzmatrix der Beobachtungen nicht mehr. Hier müssen bestimmte Eigenschaften der Beobachtungen ausgenutzt werden, z.B. dass die Beobachtungen als stationäre Zeitreihe aufgefasst werden können. Dies ermöglicht es die Kovarianzmatrix durch digitale Filter zu repräsentieren.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von digitalen Filtern zur Dekorrelation in großen kleinste-Quadrate Problemen. Zuerst wird analysiert, welche Bedingungen die Beobachtungen erfüllen müssen, damit digitale Filter zur Repräsentation ihrer Kovarianzmatrix benutzt werden können. Danach werden verschiedene Filterimplementierungen vorgestellt und miteinander verglichen, wobei spezielles Augenmerk auf die Rechenzeit für das Filtern gelegt wird. Dies ist von besonderer Bedeutung, da in vielen Anwendungen die sehr große Designmatrix mindestens einmal gefiltert werden muss. Ein spezielles Problem, welches beim Benutzen der Filter entsteht, ist der sogenannte Warmlaufzeiteffekt. Zum ersten Mal werden in dieser Arbeit Methoden entwickelt, um die Länge des Effekts zu bestimmen und um den Effekt zu vermeiden. Als Nächstes wird ein neuer Algorithmus zur Lösung des Problems von kurzen Datenlücken in der Beobachtungszeitreihe entwickelt. Schließlich wird untersucht, welche Filtermethoden man am besten für das Anwendungsszenario GOCE verwendet und es werden verschiedene numerische Simulationen durchgeführt.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2008