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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät - Jahrgang 2008

 

Titel Der quartäre Rodderberg-Vulkankomplex südlich von Bonn
vulkanologische und petrogenetische Entwicklung
Autor Christine Ewen
Publikationsform Diplomarbeit / Nachpublikation vom 2005
Zusammenfassung Der quartäre Rodderberg-Vulkankomplex befindet sich ca. 12 km südlich von Bonn im Übergangsbereich des Rheinischen Schiefergebirges zur Niederrheinischen Bucht und repräsentiert einen typischen kontinentalen Intraplattenvulkanismus. Seine Genese kann auf den Aufstieg eines Mantel-Plumes in einem Gebiet lithosphärischer Extension zurückgeführt werden.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden bei der vorausgehenden Geländearbeit die vulkanischen Ablagerungen repräsentativ beprobt, in Einheiten gegliedert und in Profilen dargestellt. Die Tephrensequenzen der vier Aufschlüsse wurden petrographisch mit einem Polarisationsmikroskopes und geochemisch durch Röntgenfluoreszenz- und Elekronenstrahl-Mikrosondenanalysen untersucht.
Ziel der petrographischen Untersuchungen war, die Einheiten der verschiedenen Aufschlüsse zu korrelieren, die Lage der Eruptionszentren sowie die Entwicklung der Eruptionsmechanismen zu rekonstruieren. Die bei den geochemischen Analysen gewonnenen Daten ermöglichten eine Klassifizierung und einen Vergleich der am Rodderberg geförderten Magmen und sollten Hinweise für eine Interpretation der Magmengenese und –herkunft liefern.
Es wurden 5 Eruptionsphasen rekonstruiert, wobei die 1. Phase durch eine phreatomagmatische Maareruption gekennzeichnet ist, bei der es zur Freilegung eines Sprengtrichters von ca. 800 m Durchmesser im Zentrum des Kraters kam. Darauf folgten vier strombolianische Eruptionsphasen. Tephreneinheiten am Ende der 3. und am Anfang der 4. Eruptionsphase wurden als base-surge-Ablagerungen einer phreatomagmatischen Schlussphase bzw. –Initialphase gedeutet.
Die geochemisch ermittelten Daten belegen nur eine geringfügige Differenzierung und weisen auf eine mehr oder weniger kontinuierliche Eruption hin. Eine von Richter (1942) und Blanchard (2002) postulierte Eruptionspause nach der 1. und den darauf folgenden Eruptionen von ca. 300 Ka, stützt sich ausschließlich auf stratigraphische Interpretationen. Diese Überlegungen sind heute nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen und können geowissenschaftlich nicht sicher bestätigt werden. Der basanitisch bis basaltische Chemismus der Magmen und das TLAlter von ca. 250 Ka (nach Blanchard, 2002) lassen vermuten, dass der Rodderberg-Vulkanismus von der gleichen Magmenquelle gespeist wurde, wie auch die Magmen der Wehr-Phase des Osteifel-Vulkanismus.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2008