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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Histologische und funktionelle Merkmale der reversiblen ischämischen Kardiomyopathie bei Mäusen
Autor Martin Philipp Zörlein
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die koronare Herzerkrankung beruht auf arteriosklerotischen Koronarveränderungen und kann durch multiple ischämische Episoden zu einer reversiblen ventrikulären Dysfunktion führen, ein Zustand, der als hibernierendes Myokard bezeichnet wird. Die Rückbildung der ventrikulären Dysfunktion nach Revaskularisierung bildet die Grundlage für die gegenwärtige Therapie dieser Erkrankung. Bislang gibt es nur wenige reproduzierbare Großtiermodelle, um die Pathophysiologie des hibernierenden Myokards angemessen erforschen zu können.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand in der Etablierung eines Mausmodells der reversiblen ischämischen Kardiomyopathie im Sinne des hibernierenden Myokards. Dazu wurde einmal täglich eine 15-minütige Ischämie mit nachfolgender Reperfusion über einen Zeitraum von 3 bis 28 Tagen durchgeführt. Nach Beendigung des I/R-Protokolls wurde durch ein nachfolgendes Erholungsintervall der Zustand nach Revaskularisierung simuliert.
Die repetitive I/R führte nach wenigen Tagen zu einer akuten Entzündungsreaktion mit Einwanderung von Makrophagen sowie zu einem aktiven Gewebsumbau mit Beteiligung von Myofibroblasten und Bildung von Tenaszin. Innerhalb der ersten Woche I/R bildete sich eine massive interstitielle Fibrose aus, gefolgt von einer daraus resultierenden linksventrikulären Dysfunktion. Nach dem 7. Tag I/R klangen sowohl die Entzündungsreaktion als auch die Umbauprozesse im Myokard trotz weiter bestehenden I/R-Stimuli allmählich wieder ab, die interstitielle Fibrose und die linksventrikuläre Dysfunktion persistierten. Nach Beendigung des I/R-Protokolls in den Regressionsgruppen war dieser Zustand reversibel, und es wurde eine signifikante Abnahme der interstitiellen Fibrose sowie eine Verbesserung der linksventrikulären Pumpfunktion beobachtet.
Diese Arbeit zeigt, dass Episoden von repetitiver I/R eine reversible ischämische Kardiomyopathie bei Mäusen zur Folge hat. Das Mausmodell der repetitiven I/R besitzt damit funktionelle und histologische Merkmale des menschlichen hibernierenden Myokards, und es kann somit als das erste Kleintiermodell auf diesem Gebiet betrachtet werden.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007