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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Quantifizierung des Bakteriums Oxalobacter formigenes in Faeces mittels real-time quantative polymerase chain reaction und Auswirkungen auf ausgewählte Risikofaktoren der Calcium-Oxalat Urolithiasis
Autor Marie Barbara Pfingsten
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die Urolithiasis betrifft ca. 5 % der Bevölkerung. Eine stationäre Behandlung zur Entfernung des Konkrementes aus dem Harntrakt ist häufig notwendig. 60 % der Konkremente bestehen aus CalciumOxalat. Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung der CaOx-Konkremente ist eine erhöhte Oxalat-Konzentration im Urin (Hyperoxalurie). Sie ist abhängig von der Oxalat-Absorption im Darm und der entsprechenden Ausscheidung über die Niere. Aktuelle Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Prophylaxe von CaOx-Urolithiasis über die orale Gabe von oxalat-degradierenden Bakterien, wie dem Darmbakterium Oxalobacter formigenes.
Mit der vorliegenden Arbeit konnte eine Methode der real-time PCR entwickelt werden, die zum ersten Mal den quantitativen Nachweis für Oxalobacter f. erlaubt. Somit können auch niedrige Bakterienkonzentrationen nachgewiesen werden. Materialspezifische Fehlerquellen bei Aufbereitung und Lagerung der Proben konnten minimiert werden sowie eine einfache, kostengünstige und schnelle Nachweismethode etabliert werden. Patienten mit größeren Mengen des Bakteriums (>100pg/200ngDNA) zeigten in unserer Studie eine geringere Oxalat Ausscheidung als Patienten mit weniger Oxalobacter f.-DNA. Sehr geringe Oxalobacter f.-DNA Konzentrationen wurden bei Patienten mit mehr als fünf CaOx-Harnstein Episoden nachgewiesen.
Diese Studie zeigt eine positive Korrelation zwischen der Oxalobacter f.-Konzentration und der Rezidivhäufigkeit der CaOx-Urolithiasis. Um genauere Aussagen über langfristige Ansiedelungs-Möglichkeiten von Oxalobacter f. treffen zu können sind jedoch weitere Untersuchung notwendig. Mögliche Therapien mithilfe von Oxalobacter f. stellen wichtige Aspekte zur Reduktion der Morbidität der CaOx-Harnsteinpatienten dar und könnten zusätzlich kostenintensive stationäre Behandlungen reduzieren.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007