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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Analyse der Expression von Chemokinrezeptoren auf T-Lymphozyten im peripheren Blut von Patienten mit verschiedenen Manifestationen des kutanen Lupus erythematodes
Autor Stephanie Henze
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Der kutane Lupus erythematodes (LE) ist eine T-Zell-vermittelte Autoimmunerkrankung der Haut mit unklarer Ätiologie. Haut-infiltrierende T-Zellen scheinen eine wichtige Rolle zu spielen.
In der vorliegenden Arbeit wurden verschiedene Faktoren untersucht, die an der Einwanderung von Lymphozyten in die Haut beteiligt sind. Wir verwendeten Material in Form von PBMC (Peripheral Blood Mononuclear Cells) von 25 LE Patienten mit verschiedenen Manifestationen der Erkrankung.
Wir untersuchten die Expression des Adhäsionsmoleküls CLA, des homöostatischen Chemokinrezeptors CCR4 und des inflammatorischen Chemokinrezeptors CXCR3 auf CD4 und CD8 positiven T-Zell-Populationen mittels Durchflußzytometrie. Zusätzlich untersuchten wir das Vorkommen des CCR4 Liganden TARC/CCL17 im Serum von CLE Patienten mittels ELISA.
Wir fanden eine signifikant erhöhte Anzahl zirkulierender CD4+ und CD8+ T-Lymphozyten, die CLA und CCR4 exprimierten, bei dCDLE-Patienten, einer Patientengruppe, die unter ausgeprägten vernarbenden Hautläsionen leidet. Weiter beobachteten wir eine signifikante Erhöhung der TARC/CCL17 Serum Werte bei allen untersuchten LE Subtypen. Die Anzahl zirkulierender CD4+ und CD8+ T-Lymphozyten, die den Chemokinrezeptor CXCR3 auf ihrer Oberfläche exprimierten, war im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe bei Patienten mit SCLE und dCDLE signifikant reduziert.
Wir glauben, dass die Marker CLA und CCR4 zusammen mit dem korrespondierenden Chemokin TARC/CCL17 eine wichtige Rolle für das Skin Homing und somit für die Rekrutierung von T-Zellen in entzündliche Hautläsionen des CLE haben. Bei anderen entzündlichen Hauterkrankungen wie der Atopischen Dermatitis ist bekannt, dass CCR4 und TARC für die Rekrutierung von T-Lymphozyten eine Rolle spielen. Wir vermuten, dass die beiden Moleküle auch beim CLE für die Lymphozytenrekrutierung relevant sind. Die reduzierte Anzahl zirkulierender CXCR3+ T-Zellen könnte die Rekrutierung von Lymphozyten via CXCR3 aus dem Blut in läsionale Haut anzeigen.
In Hautläsionen von LE-Patienten akkumulieren plasmazytoide dendritische Zellen, die kürzlich als die hauptsächlichen natürliche Interferon produzierenden Zellen identifiziert wurden. Wir vermuten, dass beim CLE eine Typ I Interferon induzierte Entzündungsreaktion stattfindet, die eine verstärkte Produktion von inflammatorischen Chemokinen wie IP10/CXCL10 induziert. Es baut sich ein Chemokingradient auf, der zu einer Rekrutierung von CXCR3 positiven T-Lymphozyten in die Haut führt. Daher lässt sich zum Zeitpunkt einer akuten Inflammation eine Reduktion von CXCR3+ T-Lymphozyten im peripheren Blut messen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007