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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Immunhistochemischer Nachweis von Intercellular Adhesion Molecule-1 (ICAM-1) und Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) bei pulmonaler Hypertonie im Kindesalter
Autor Stephanie Elisabeth Siebert
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der pulmonalen Hypertonie bei kongenitalen Herzerkrankungen. Neben den morphometrischen Daten des Lungengewebes wurde mittels eines immunhistochemischen Verfahrens die Expression des Adhäsionsmoleküls ICAM-1 und des Wachstumsfaktors VEGF im pulmonalen Gefäßendothel bei einer Gruppe von 30 pädiatrischen Patienten sowie einer Kontrollgruppe aus 6 Kindern, die nicht an einer pulmonalvaskulären Erkrankung verstorben waren, untersucht. Zusätzlich wurden von 12 Patienten die präoperativ mittels einer Herzkatheteruntersuchung gewonnenen hämodynamischen Daten ausgewertet. Als Grunderkrankungen fanden sich 9 ASDs, 13 VSDs, 6 VSDs + PDAs, 1 VSD + ASD und 1 pAVK.
Analysen erfolgten bezüglich der vorliegenden Diagnosen, der Heath-Edwards (HE)-Klassifizierung, des Widerstandsverhältnisses, des pulmonalarteriellen Drucks und des Shuntverhältnisses. Zielsetzung der Untersuchung war es, eine mögliche positive Korrelation zwischen der Expressionsstärke von ICAM-1 bzw. VEGF und dem Schweregrad der pulmonalen Hypertonie zu detektieren.
Für ICAM-1 konnte eine signifikante Zunahme der Intensität der Endothelanfärbung mit steigender HE-Klasse nachgewiesen werden. Bezüglich der hämodynamischen Auswertung zeigte sich eine Tendenz zur erhöhten Anfärbungsintensität für ICAM-1 mit steigenden Werten für den systolischen pulmonalarteriellen Druck.
Für VEGF ist eine signifikant stärkere Endothelanfärbung in den Klassen HE 1 und HE 2 beobachtet worden. Bezüglich der hämodynamischen Auswertung zeigte sich eine Tendenz zu einer verstärkten Intensität der Anfärbung für VEGF bei größerem Shunt.
Sowohl für ICAM-1 als auch für VEGF zeigte sich in den HE-Klassen 1 und 2 eine signifikant verstärkt Anfärbungsintensität des Endothels bei kleinen Gefäßen im Vergleich zu großen Gefäßen. Eine positive Korrelation zwischen der Anfärbungsintensität von ICAM-1 bzw. VEGF und steigendem Widerstandsverhältnis war nicht zu beobachten.
Folgende Schlussfolgerungen können gezogen werden: Die oben genannten Ergebnisse unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die ICAM-1- und VEGF-Expression durch chemisch-physikalische Faktoren wie „shear stress“, Entzündungsmediatoren oder Hypoxie, die auch im Milieu des hypertensiven pulmonalen Gefäßbettes vorhanden sind, getriggert werden können, machen eine kausale Rolle von ICAM-1 und VEGF in der Entstehung der pulmonalen Hypertonie wahrscheinlich. Eine wichtige Rolle dürfte dabei die durch hohe ICAM-1- bzw. VEGF-Level entstehende Endothelzelldysfunktion spielen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007