Hinweis zum Urheberrecht| Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-11153

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Die Siebenplanetenwoche in Indien
Autor Susanne Bennedik
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Anhand literarischer und epigraphischer Zeugnisse werden der Zeitraum und die Wege der Einmündung der Siebenplanetenwoche nach Indien ermittelt und ihre dortige Anwendung und Inkulturation veranschaulicht.
Die Siebenplanetenwoche ist Bestandteil eines von ägyptischen, babylonischen und griechischen Elementen gespeisten Konzeptes chronokratorischer Prognostik, das spätestens seit dem 1. Jh. n. Chr. in der Astrologie, Astralreligion und Zeitrechnung im hellenisierten Raum Beachtung fand. Es wurzelt mit höchster Wahrscheinlichkeit in der hellenistischen Astrologie, in deren Kontext es sich zunächst auch international verbreitet haben dürfte. Die Planetenwoche ist als vollständig definiertes Phänomen spätestens im 2. Jh. n. Chr. durch Yavaneśvaras Sanskrit-Übersetzung eines griechischen Astrologiewerkes nach Indien gelangt, wo sie sich seit dem 5. Jh. n.Chr. als festes, wenn auch optional gebrauchtes, Element der Zeitrechnung behauptet hat. Ihre Integration in die Zeitrechnung wird in astronomischen Texten seit dem 2./3. Jh. n. Chr. zusammen mit anderen, ebenfalls auf hellenistischen Einfluß zurückgehenden Verfahren gelehrt. Die praktische Anwendung der Planetenwoche läßt sich inschriftlichen Datierungen seit dem 4./5. Jh. n.Chr. entnehmen.
In spätvedischer Ritualliteratur und einigen Purānas wird auf die Planeten und die Planetenwochentage in einem auf die vedische bzw. brahmanistische Tradition abgestimmten mythologischen und astromantischen Zusammenhang Bezug genommen. Darüber hinaus werden die Planeten im Rahmen vedischer Liturgie als Gottheiten mit Opfergaben bedacht. Hierin spiegelt sich die bruchlose Integration der Sieben Planeten und der ihnen geweihten Wochentage in die indische Kultur.
Komplette Version pdf-Dokument (3,5 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007