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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Biomechanik des Unterschenkels und Fußes
Etablierung einer standardisierten Messmethode mittels Ultraschall im 3-dimensionalen Raum
Autor Alexander Sven Zink
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Ziel dieser Arbeit war es, neue Erkenntnisse über das normale menschliche Gangbild zu sammeln. Das Hauptaugenmerk wurde hierbei auf die Bewegungen in Unterschenkel und Fuß gelegt. Zur gleichen Zeit sollte ein möglichst genaues, aber auch in der täglichen Praxis sehr einfach verwendbares Bewegungsanalysesystem für die Routinediagnostik gefunden und getestet werden. Hierzu bot sich die Anwendung des von Prof. Schumpe entwickelten Ultraschalltopometers an, das auf unsere Bedürfnisse abgestimmt werden musste. Des Weiteren war es unser Ziel, Maßstäbe und Kriterien für die Routine-Ganganalyse, sowie für die anschließende Datenauswertung zu entwickeln.
Mit dem modifizierten Messsystem wurden mittels Laufbandanalysen an 11 gesunden Probanden bewegungsphysiologische und biomechanische Erkenntnisse über das physiologische Gangbild des Menschen aus einem Blickwinkel und in einer Art und Weise gewonnen, die bisher wohl einzigartig ist. Wir konnten aus der Fachliteratur bereits bekannte Messgrößen, wie z.B. Schrittlänge, Schrittfrequenz und Winkeländerung z.T. in ihren Werten bestätigen. In Teilen fanden wir jedoch auch erhebliche Abweichungen von der Fachliteratur. So betrug beispielsweise der tatsächlich auftretende Fuß-Unterschenkel-Winkel lediglich einen um 50 % geringeren Wert, als in der Literatur angegeben. Auch Sendergeschwindigkeiten und Beschleunigungen, sowie Absolutwinkel, Winkel-Geschwindigkeiten und Beschleunigungen wurden ermittelt, so dass die ungefähre Gelenkbelastung abgeschätzt werden konnte.
Von äußerstem Interesse dürften die ermittelten Unterschiede in der Bewegung zwischen rechter und linker unterer Extremität bei den einzelnen Probanden sein, die in dieser Form noch keinen Eingang in die aktuelle Fachliteratur gefunden haben. Unterschiede zwischen rechts und links bei ein und demselben Patienten waren erstaunlicherweise teilweise größer, als die interindividuellen Differenzen.
Zu guter Letzt wurden Kriterien und Maßstäbe für die tägliche Praxis entwickelt, nach denen Ergebnisse aus Ganganalysen objektiviert und anschließend gruppiert und bewertet werden können. Hierfür wurde ein standardisiertes Auswertungsformular erstellt, sowie eine exemplarische Auswertung vollzogen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007