Hinweis zum Urheberrecht| Allgemeine Informationen | FAQ
Beim Zitieren dieses Dokumentes beziehen Sie sich bitte immer auf folgende URN: urn:nbn:de:hbz:5-10447

Philosophische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Das Phänomen der Bewegung in der amerikanischen Literatur und Kunst des Modernismus
Autor Chrysanthi Kotrouzinis
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Diese Dissertation untersucht das Motiv der Bewegung als einen der wichtigsten Faktoren bei der Formung des Amerika-Bildes, wie es sich in der Zeit des Modernismus – ab den 1910er Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg – in Literatur und Kunst darstellt und von der amerikanischen und europäischen Öffentlichkeit empfunden wurde und immer noch empfunden wird. Amerika als die “neue Welt,” in der jeder sein Leben neu anfangen und selbst bestimmen kann, ist ein zentrales Symbol für die Moderne, sowohl in ihrer Bedeutung als Stilepoche als auch in ihrer Bedeutung als Ära des sozio-politischen, ökonomischen und kulturellen Aufbruchs infolge der Veränderungen durch die Industrialisierung.
Die Autorin der Dissertation zeigt auf, dass das nationalen Selbstbewusstsein Amerikas durch verschiedene neuartige Bewegungsaspekte und -formen sowie durch eine veränderte Bewegungswahrnehmung geprägt ist und dass die amerikanische Identität eng verknüpft ist mit dem neuen, schnellen Rhythmus des “modernen” Lebens. Die dynamischen Bewegungsprozesse, mit deren Hilfe Amerika als aufstrebende und fortschrittliche Nation des 20. Jahrhunderts dargestellt wird, werden anhand zentraler modernistischer Symbole und Motive untersucht. Dazu gehören unter anderem die Stadt, insbesondere New York, mit den erst durch die moderne Technik ermöglichten, in die Höhe schießenden Wolkenkratzern und Brücken, sowie die Maschine mit ihren speziellen, die Geschwindigkeit und Ausdauer betonenden Instruments of Power Automobil, Lokomotive, Flugzeug. Vitalität, Lebenslust, die überbordende Lebensgier – besonders an den populären Bewegungsformen Tanz und Film aufgezeigt – sowie die Wurzellosigkeit und Ruhelosigkeit der Nachkriegsgeneration sind weitere Aspekte des Phänomens Bewegung, die eine sehr eigene, amerikanische Ausprägung erfahren.
Die vergleichende Analyse von Texten und Bildern lässt Parallelen und Unterschiede erkennen, macht Rhythmen und Muster deutlich, die die These unterstützen, dass die amerikanische Identität aus dem Phänomen der Bewegung prägende Elemente bezieht, so dass sich Bewegung als ein amerikanisches Charakteristikum erklärt. Zwar sind in verschiedenen Darstellungen z.B. des Automobils, des Wolkenkratzers, des Flugzeugs Euphorie und Desillusionierung gleichermaßen zu finden, aber durch die Eigendynamik, die diese Symbole entwickeln, werden sie in kürzester Zeit zu amerikanischen Symbolen. Sie veranschaulichen das amerikanische Prinzip Mobilität und sind von der amerikanischen Identität, so wie sie sich darstellt, nicht zu trennen.
Abstract The Phenomenon of Motion in American Modernist Literature and Art
This doctoral dissertation investigates the motif of motion/movement as one of the most important factors in the forming of the image of America as represented in the period of modernism, from the 1910s to the Second World War, in literature and art. It investigates how this motif was felt, and is still being felt by the American and European public. America as the New World where anyone can start his or her life anew and define it themselves is a central symbol for modernity, not only in its significance as a stylistic period, but also in its meaning as an era of socio-political, economic and cultural upheaval and awakening as a consequence of changes wrought by industrialization.
The author shows that the American sense of national identity is marked by various new kinds of aspects and forms of movement as well as by a changed perception of movement, and that American identity is closely linked to the new, fast rhythm of modern living. The dynamic processes of movement with whose aid America is represented as the emerging, progressive nation of the twentieth century are investigated by drawing on centrally important modernist symbols and motifs. These include the city, especially New York, with bridges and skyscrapers reaching into the sky that were first made possible by modern technology, as well as the machine with its special instruments of power emphasizing speed and endurance: the automobile, locomotive and aeroplane. Vitality, a lust for living, the exuberant greed for life (shown particularly through the popular forms of movement, dance and film) as well as the rootlessness and unsettledness of the post-war generation are further aspects of the phenomenon of movement which go through a very idiosyncratic, American moulding.
The comparative analysis of texts and images enables parallels and differences to be recognized, and makes rhythms and patterns apparent that support the thesis that American identity draws formative elements from the phenomenon of movement, allowing movement to be declared as an American characteristic. In various representations such as that of the automobile, the skyscraper, the aeroplane, euphoria and disillusionment can be found in equal measure, but through the independent dynamic which these symbols unfold, they become in a very short space of time American symbols. They graphically depict the American principle of mobility and cannot be separated from American identity as it is represented.
Komplette Version pdf-Dokument (3 MB) Hier können Sie den Adobe Acrobat Reader downloaden
© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007