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Medizinische Fakultät - Jahrgang 2007

 

Titel Erfassung kognitiver Leistungen bei Epilepsien anhand eines computerisierten neuropsychologischen Tests
Autor Nina Stephanie Lehnen
Publikationsform Dissertation
Zusammenfassung Neuropsychologische Testverfahren haben in der Diagnostik und in Verlaufskontrollen von Epilepsiekranken eine große Bedeutung. Es gibt zahlreiche Tests, die nach mehrstündiger Durchführung durch Neuropsychologen sehr differenziert kognitive Defizite in den Bereichen Verbal- und Figuralgedächtnis, Aufmerksamkeit, Wortflüssigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit abbilden können. NeuroCogFX wurde als Computertest entwickelt, um diese Defizite bei Epilepsiepatienten im Klinikalltag engmaschiger kontrollieren zu können. Der Computertest dauert lediglich 25 Minuten, ist leicht wiederholbar und nach kurzer Anleitung von Laien oder den Patienten alleine durchführbar.
Ziel dieser Arbeit war der Vergleich der Ergebnisse der herkömmlichen Testbatterie mit jenen des neu entwickelten NeuroCogFX. Im Rahmen dieser Arbeit wurden 42 Epilepsiepatienten sowie 40 gesunde Probanden mit NeuroCogFX getestet. Beide Gruppen hatten ebenfalls die umfangreiche Testbatterie durchlaufen. Durch Berechnung von Sensitivität und Spezifität sowie einer Faktorenanalyse wurde die Validität des NeuroCogFX ermittelt.
Ein Ergebnis dieser Arbeit ist, dass NeuroCogFX eine Reihe von Untertests der umfangreichen Testbatterie sehr genau wiedergibt. Hohe Korrelationen zwischen Computertest und etabliertem Verfahren gab es bei der Testung von grundlegenden Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdefiziten. Auch die Ergebnisse in den Bereichen Kurzzeitgedächtnis und Wortflüssigkeit sowie Reaktionsgeschwindigkeit korrelierten mit jenen des herkömmlichen Tests. Jedoch hat NeuroCogFX noch Defizite in der Testung des Sprachgedächtnisses. Dies lag nicht zuletzt daran, dass durch bislang wenig zuverlässige Spracherkennungsprogramme am Computer das Verbalgedächtnis nur passiv getestet werden konnte.
Im Klinikalltag kann NeuroCogFX sehr gut als Ergänzung und als Screening-Test für Epilepsie-Patienten eingesetzt werden; im momentanen Entwicklungsstadium kann er jedoch das etablierte Testverfahren nicht ersetzen.
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© Universitäts- und Landesbibliothek Bonn | Veröffentlicht: 2007